+
Bock auf Party: Mit Glitzer und Sonnenbrille tanzen sich die ersten Feierwütigen schon mal warm.

World Club Dome

World Club Dome: Beats im Schatten des Waldstadions

  • schließen

Die dreitägige Veranstaltung im Frankfurter Waldstadion ist bereits am Freitag gut besucht. Die Party greift das Thema Weltraum auf.

Beim Betreten des Stadions wummern schon zahlreiche Boxen. Die Musik hallt durch die Spielstätte der Eintracht, und die ins Innere pilgernden Menschen fangen an zu klatschen. Einige junge Frauen lassen sich sogar zu einem Kreischen hinreißen und beginnen plötzlich zu rennen – man kann gar nicht schnell genug auf der großen Tanzfläche des World Club Dome sein.

Die dreitägige Veranstaltung im Frankfurter Waldstadion ist bereits am Freitag gut besucht. Kaum zu glauben, dass es manche der Partywilligen drei Tage lang bei der doch enormen Lautstärke aushalten. Zweifel daran bestehen allerdings nicht, denn der Veranstalter meldete schon vor Tagen, dass alle Karten ausverkauft sind.

So ballen sich auf dem Rasen, der wie üblich bei solchen Veranstaltungen abgedeckt ist, mehrere Tausend Menschen und schauen, vor allem aber hören Künstler Curbi zu, wie der sein Musik-Set präsentiert. Als die Musik anfängt, immer schneller zu werden, heben die Tanzenden die Arme, manche klatschen im Takt. Als sich die tosende Melodie schließlich im Refrain entlädt, hüpft die ganze Meute ausgelassen.

Überall Selfies. Man ist dabei.

Wer nicht vorne hüpft, steht weiter hinten und hat in der einen Hand ein meist alkoholisches Getränk und in der anderen sein Handy. Selfies werden mit der Kamera des Smartphones geknipst. Manche Gruppen sind allerdings so groß, dass sie dann doch einen Umstehenden bitten, ein Foto zu schießen. Die weiblichen Besucher fallen oftmals durch viel Glitzer im Gesicht auf. Die Herren eher dadurch, dass sie auch im Inneren des schattigen Stadions Sonnenbrille tragen. Vielleicht hat das alles aber auch mit dem diesjährigen Motto zu tun: „Space Edition“, also Weltraum-Edition. Extraterrestrisch sieht es nämlich durchaus aus.

Das Motto wird selbstverständlich auch außerhalb des Stadions aufgegriffen: Ein riesiger Astronaut thront am westlichen Ende des Geländes. Star-Wars-Fans kommen ebenfalls auf ihre kosten. Die Figuren aus der Filmreihe stehen kostümiert für Fotos bereit. Da lassen sich echte Liebhaber nicht zweimal bitten und posieren mit Sturmtrupplern, Darth Vader oder Kylo Ren. Die helle Seite der Macht sucht man vergeblich.

Selfies im Stadion.

Angenehm hell ist es dafür in der Sonne, die am frühen Freitagabend noch auf die Chill-Area scheint. Hier können die Besucher ausspannen und sich erholen. Auf Bänken und Sitzsäcken wird gegessen und getrunken. Auch der 28 Jahre alte Jens und seine Freunde sitzen dort. Die Ingolstädter kennen sich vom Studium und der Arbeit. „Wir sind schon zum zweiten Mal hier. Es macht einfach Spaß“, sagt Jens. Die Clique wird an allen drei Tagen zum Stadion pilgern. Ihren Lieblingskünstler Armin van Buuren konnten sie aber schon am Freitagabend genießen.

An einem anderen Tisch steht Dominik. Der 25-Jährige darf getrost als Urgestein bezeichnet werden, denn er ist seit der ersten Ausgabe 2013 dabei. „Die Stimmung ist immer gut, ich mag die Musik und das Stadion ist wettersicher. Und es ist für mich um die Ecke“, sagt der Mannheimer. Dass auch Dominik an allen drei Tagen aufs Festival kommt, dürfte klar sein.

Zum ersten Mal sind hingegen Kira und Julia auf dem World Club Dome. Die beiden 19-Jährigen haben durch einen Freund von dem Event erfahren. Seine Schilderungen überzeugten die jungen Frauen, deshalb probieren sie es nun selber aus. „Ich habe mein Abi, und jetzt wird gefeiert“, erzählt Kira. Ihre Freundin Julia ergänzt, dass sie auch Samstag und Sonntag dabei sein werden. „Wenn schon, denn schon“, sagt die 19-Jährige.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare