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Schmiegt sich am liebsten ganz dich an Mama Rosas kuscheliges Fell: Orang-Utan-Baby Yori.

Frankfurter Zoo

Das Orang-Utan-Baby hat jetzt einen Namen: Es ist ein Yori!

Ob Junge oder Mädchen wird sich erst in einigen Wochen erkennen lassen. Trotzdem hat der Neuling im Bogori-Wald jetzt einen Namen. Yori heißt der kleine Orang-Utan.

Im Borgori-Wald haben sie natürlich wieder nur Unsinn und Salat im Kopf und interessieren sich nicht die Bohne für Babynamen. Wobei sich der Unsinn bei den Orang-Utans auf den halbstarken Sayang beschränkt. Er turnt durch die Wohnung der roten Primaten im Menschenaffenhaus des Frankfurter Zoos und pinkelt im hohen Bogen vom Kletterbaum herunter. Rosa und ihr im Oktober geborenen Baby sieht man nur als ein großes Knäuel im Schatten liegen. Das Baby hat jetzt einen Namen: Yori. „Der oder die Vertrauenswürdige“ soll das in einer asiatischen Sprache bedeuten.

Erfahrene Mutti

Bei den Bonobos gewöhnt sich der kleine Yango gerade an die Gruppe, und die Gruppe gewöhnt sich an ihn. Das Äffchen wurde von Andrea Knott, der Frau des Reviertierpflegers Carsten Knott mit der Flasche aufgezogen, weil es nicht bei seiner Mama trinken durfte. Wie läuft die Eingewöhnung bei den Artgenossen? „Langsam“, sagt Carsten Knott. Bei den Orang-Utans dagegen: „Alles wunderbar“, sagt Knott, „Rosa macht das souverän, sie ist ja eine erfahrene Mutter.“ Der oder die kleine strubbelige Yori ist bereits ihr fünftes Kind. Ob Junge oder Mädchen, wird sich erst in einigen Wochen erkennen lassen, wenn Rosa den Nachwuchs mal von ihrem Körper weglässt.

In der Stadt waren zuletzt Stimmen laut geworden, das Kleine müsse unbedingt Ante heißen oder Luka oder Sébastien – wie einer der Helden von der Eintracht eben, Rebic, Jovic und Haller, die ein Tor nach dem anderen schießen. „Da kann man nichts machen“, sagt Carsten Knott, das Y als Anfangsbuchstabe ist in diesem Jahr vorgeschrieben. „Und so ein Fußballspieler ist in einem Jahr weg – was machen wir dann?“

Tja, so kann’s gehen im Fußballgeschäft. Ein Menschenäffchen hingegen kann dem Zoo ein paar Jahre erhalten bleiben, bis es geschlechtsreif wird und irgendwann auf Reisen geht.

Noch mehr Nachwuchs

Apropos Nachwuchs. Der Herbst 2018 im Frankfurter Zoo ist eine Freude für alle, die Tierbabys mögen. Die zwei jungen Brillenbären und die drei im April geborenen Löwen sind noch klein genug, um die Besucher in ihren Bann zu ziehen mit ihren Kletterkapriolen und Geländeerkundungen zu erfreuen. Der absolute Star der Tierkinder ist aber die winzige Fossa, die im Katzendschungel neuerdings im Zimmer neben den Tigern wohnt. Alle halbe Minute überfällt sie ihre Mama mit gewagten Sprüngen und sinnt auf Schabernack. Nicht mehr lang, dann wird auch Yori, das Äffchen, seine Fans unterhalten. VON THOMAS STILLBAUER

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