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Stimmzettel für die Landtagswahl in Hessen im Frankfurter Wahlamt.

Hessen-Wahl

Zahlen zur Landtagswahl: So haben die Frankfurter gewählt

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Bis spät in die Nacht haben die Mitarbeiter des Bürgeramts die Stimmzettel der Frankfurter ausgewertet. In den 46 Stadtteilen dominierten CDU und Grüne, die SPD war nur in Fechenheim und im Riederwald die stärkste Kraft. Die AfD erzielte im Westen ihre besten Ergebnisse.

Nach einer spannenden Wahlnacht lagen am Montag schließlich die endgültigen Ergebnisse und nüchternen Zahlen vor. Bis spät in die Nacht hatten 40 Mitarbeiter des Bürgeramts die Stimmzettel aus den 490 Wahlbezirken ausgewertet. Die Grünen sind in Frankfurt mit 26,1 Prozent stärkste Kraft geworden, gefolgt von CDU (22,8 Prozent), SPD (18,4 Prozent), Linke (10,5 Prozent), AfD (9,0 Prozent) und FDP (8,1 Prozent). Vier Wahlkreise hat die CDU gewonnen, zwei die Grünen.

Doch weil das vorläufige Endergebnis der Landtagswahl in Frankfurt erst um 1.30 Uhr feststand, konnte noch keine ausführliche Analyse vorgenommen werden. „Wir konnten nur die wichtigsten Zahlen ermitteln“, sagte der für das Wahlamt zuständige Dezernent Jan Schneider (CDU). Das Wahlergebnis stand erst mitten in der Nacht fest, weil es Probleme mit der Datenvermittlung an das Statistische Landesamt in Wiesbaden gegeben hat.

Hier sind die wichtigsten Zahlen:

Die Vorbilder: 418 703 Frankfurter waren am Sonntag wahlberechtigt, davon haben 270 380 Bürger ihre Stimme abgegeben. Das waren 64,6 Prozent. Von den Wählern haben 74 Prozent ihre Stimme an der Urne abgegeben, 26 Prozent per Brief.

Urnen- versus Briefwähler: Während die Grünen mit 26,5 Prozent von den Urnengängern die meisten Stimmen bekommen haben, war die CDU mit 26 Prozent bei den Briefwählern die stärkste Kraft.

Die Gewinner: Die Grünen haben den Wahlkreis 35 (Nordwesten) und den Wahlkreis 38 (Bornheim, Nordend und Ostend) gewonnen. Miriam Dahlke konnte sich im Wahlkreis 35 mit 24,5 Prozent durchsetzen. Sie hatte 1302 Stimmen mehr als der CDU-Kandidat Veljko Vuksanovic. Das mit Abstand stärkste Ergebnis erzielte Marcus Bocklet im Wahlkreis 38. Er bekam 35,3 Prozent der Erststimmen und hatte gegenüber der SPD-Kandidatin Arijana Neumann einen Vorsprung von 7646 Stimmen.

Kopf -an-Kopf-Rennen: Das wohl spannendste Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich Michael Boddenberg (CDU) und Mirjam Schmidt (Grüne) im Wahlkreis 37 (Frankfurter Süden). Boddenberg musste lange zittern, setzte sich letztlich aber mit 519 Stimmen mehr gegen seine Konkurrentin durch.

Drei Farben: In den 46 Stadtteilen dominierten CDU und Grüne. In einem kleinen Teil im Osten der Stadt, in Fechenheim und im Riederwald, wurde die SPD stärkste Kraft. Der Norden, Süden und Westen (außer Höchst) ist in CDU-Hand, in der Innenstadt war Grün angesagt – außer in Hausen und im Westend-Süd.

Die Alternative: Die AfD schnitt mit 15,8 Prozent am besten in Sindlingen ab. Generell ist die rechtspopulistische Partei im Frankfurter Westen stark. In allen westlichen Stadtteilen erzielte die AfD ein zweistelliges Ergebnis. Im Nordend-Ost schnitt sie mit 4,5 Prozent am schlechtesten ab. Auffällig: Dort wo die AfD gut abschnitt, bekamen die Grünen ihre wenigsten Stimmen und umgekehrt.

Beste und schlechteste Ergebnisse: Die CDU hat mit 34,0 Prozent ihr bestes Ergebnis in Nieder-Erlenbach erzielt, ihr schlechtestes im Riederwald (12,3 Prozent). Die SPD hingegen hat im Riederwald mit 27,9 Prozent die meisten Stimmen erzielt. Dort erlangte auch die Linke mit 17,7 Prozent ihr bestes Ergebnis. Im Westend-Süd haben die Sozialdemokraten ihr schlechtestes Ergebnis (12,0 Prozent) eingefahren. Dafür hat dort die FDP ihr bestes Ergebnis erzielt.

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