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Anderthalb Jahre lang wurde an Trauerhalle auf dem Zeilsheimer Friedhof gearbeitet.

Zeilsheim

Zeilsheim: Trauerhalle erstrahlt wieder im Charme der 60er

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Grünflächenamt eröffnet denkmalgeschütztes Bauwerk nach aufwendiger Sanierung. Anderthalb Jahre hat die Stadt das Gebäude für 1,4 Millionen Euro von Grund auf erneuert.

Die Trauerhalle in Zeilsheim erstrahlt seit kurzem in neuem, altem Glanz. Das Grünflächenamt hat das denkmalgeschützte Gebäude auf dem Friedhof an der Welschgrabenstraße in den vergangenen anderthalb Jahren komplett erneuert. Etwa 1,4 Millionen Euro hat sich die Stadt Frankfurt die Sanierung kosten lassen.

Der Leiter des Grünflächenamts, Stephan Heldmann, sprach bei der Eröffnung am Mittwoch von einer „gelungenen Grunderneuerung“. Es entstehe der Eindruck, „man befinde sich wieder im Jahr 1961“ – also dem Jahr, in dem das Gebäude errichtet worden ist. Es habe „den Charme der 60er Jahre“.

Das Buntglasfenster hatten Arbeiter ausgebaut und neu verfugt. 

Dafür hat sich die Behörde intensiv mit dem Denkmalamt abgestimmt. So wurde etwa das große Buntglasfenster ausgebaut, neu verfugt und wieder eingesetzt. Auch bei der Farbgebung und der Gestaltung der Außenanlage waren die Denkmalschützer involviert.

Arbeiter statteten zudem die in die Jahre gekommene Trauerhalle mit einem neuen Dach aus, erneuerten Putz sowie Böden und installierten eine moderne Akustikanlage. Die Stadt baute 14 neue Bänke mit Sitzheizungen ein, da der Raum nicht geheizt wird. Abgerissen wurden die Nebengebäude mit Totenhaus, sanitärer Anlage und Betriebsbereich. Dafür entstand ein Multifunktionsraum mit einer öffentlichen, behindertengerechten Toilette.

Die Vorsteherin im Ortsbeirat 6, Susanne Serke (SPD), freut sich, dass die Stadt die Trauerhalle saniert hat. „Das Abschiednehmen sollte in einem würdevollen und angemessenen Rahmen stattfinden. Das ist jetzt in Zeilsheim endlich wieder möglich.“ Es sei jedoch ein zermürbender Prozess gewesen, bis den Ortsbeirat eine Planung vorgelegt wurde. Bereits seit mehreren Jahren hatte sich das Stadtteilgremium mit dem Thema beschäftigt, sagt Serke: „Da zeigt es sich, dass sich Beharrlichkeit auszahlt.“

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