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Das zentrale Bürgeramt an der Zeil/Ecke Lange Straße soll um 745 Quadratmeter vergrößert werden. Los geht?s im Juli.

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Das zentrale Bürgeramt wird umgebaut - die Anlaufstelle auf der Zeil braucht mehr Platz

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Ab Juli wird das zentrale Bürgeramt auf der Zeil in zwei Bauphasen umgebaut und erweitert. Das Projekt soll im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Auch in den Außenstellen des Bürgeramts in den Stadtteilen tut sich was.

Jüngst hat es Stadtrat Jan Schneider (CDU), der für Statistik zuständige Dezernent, selbst verkündet: Mitte Februar hat Frankfurt die Schwelle von 750 000 Einwohnern überschritten. Das bedeutet aber nicht nur, dass in der Stadt mehr Wohnungen, Kitas und Schulen benötigt werden, sondern auch mehr Platz im zentralen Bürgeramt in der Liegenschaft Zeil 3. Das Publikumsaufkommen steigt seit Jahren. Im Schnitt besucht jeder Bürger das Amt einmal im Jahr. Deshalb soll das Gebäude jetzt umgebaut und erweitert werden.

Umbau nach Wahl

Das geht aus einer Magistratsvorlage hervor, der die Stadtverordneten noch zustimmen müssen. In zwei Bauabschnitten soll das Gebäude um 745 Quadratmeter vergrößert werden. Los geht es im Juli. Die erste Bauphase soll ein Jahr dauern.

Das Datum wurde bewusst so gelegt. Zuvor findet nämlich die Europa-Wahl Ende Mai statt. Weil in der Liegenschaft an der Ecke Lange Straße auch die Wahlen organisiert werden, können „Umbauarbeiten nur in den Zeitfenstern zwischen Wahlterminen erfolgen“, heißt es in der Vorlage. Der zweite Bauabschnitt beginnt dann nach der nächsten Bundestagswahl im November 2021 und endet voraussichtlich im April 2023.

Der Vermieter, eine Eigentümergemeinschaft, rechnet mit Kosten von rund fünf Millionen Euro, die er selbst trägt. Die Stadt muss sich allerdings als Ausgleich dafür, dass sie zwei Bauphasen wünschte und man mit Baupreissteigerungen rechnen muss, mit 300 000 Euro an den Kosten beteiligen.

Miete unter dem Schnitt

Voraussetzung für Umbauten in dem Gebäude, in dem seit 1990 das zentrale Bürgeramt beheimatet ist, ist eine Vertragsverlängerung um weitere 20 Jahre – bis Ende Juni 2040. Bisher zahlt die Stadt eine Miete von 16,24 Euro pro Quadratmeter. Künftig sind 16,57 Euro pro Quadratmeter fällig. Nach dem Umbau muss die Stadt dem Vermieter dann 1,98 Millionen Euro im Jahr überweisen. Damit liege auch der neue Mietpreis deutlich unter dem Durchschnitt in der Frankfurter City, der laut aktuellen Gewerbemarktbericht der Industrie- und Handelskammer im Schnitt bei rund 20 Euro pro Quadratmeter liege. Die Nebenkostenvorauszahlung bleibt mit 196 800 Euro pro Jahr unverändert.

Die Stadt hat aber nicht nur die Erweiterung des zentralen Bürgeramts im Blick, sondern auch dessen Außenstellen in den Stadtteilen. „Alle Bürgerämter sind derzeit überlaufen“, sagte Stadtrat Schneider in der vergangenen Woche im Stadtparlament auf die Frage von Kristina Luxen (SPD), wann die Bürgerämter technisch ins 21. Jahrhundert versetzt werden. „Mein Dezernat arbeitet kontinuierlich daran, die Standorte weiterzuentwickeln und den Anforderungen an einen modernen Bürgerservice auch in Zukunft gerecht zu werden“, so Schneider. Den Anfang hätte man mit der Außenstelle in Fechenheim gemacht, die im vergangenen Oktober neue Räumlichkeiten bezogen hätte und personell auf zwei Mitarbeiter aufgestockt wurde. Als nächstes folge die Eröffnung der neuen Bürgerberatung in der Altstadt am 7. März. Zudem würden umfangreiche Erweiterungen in den Bürgerämtern Nordweststadt, Nieder-Eschbach und Harheim anstehen. Einen präzisen Zeitplan gibt es aber noch nicht.

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