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Exotisches Tier-Erlebnis im Zoo Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main

Exotisches Tier-Erlebnis im Zoo Frankfurt: Alles, was Besucher wissen müssen

Der Zoo in Frankfurt am Main beherbergt insgesamt 4500 Tiere aus 450 Arten. Ein Besuch ist ein Erlebnis für Groß und Klein. Alles, was dazu wichtig ist.

  • Frankfurt am Main: Seit 160 Jahren gibt es den Zoo
  • Über 4500 Tiere können im Frankfurter Zoo bewundert werden
  • Gastronomie, Veranstaltungen und mehr gibt es im Zoo Frankfurt

Frankfurt am Main - Unter dem Motto „Tiere erleben – Natur bewahren“ werden im Zoo in  Frankfurt bereits seit 1858 Tiere aller Art zur Schau gestellt. Mit 160 Jahren auf dem Buckel ist der Frankfurter Zoo der zweitälteste noch bestehende Zoo in Deutschland. Damit liegt er nur knapp hinter seinem norddeutschen Konkurrenten: Der Zoologische Garten Berlin öffnete bereits 1844 seine Tore.

Zoo Frankfurt: Anreise und Parken

Der Zoo Frankfurt liegt im Frankfurter Stadtteil Ostend, in unmittelbarer Nähe der Haupteinkaufstraße Zeil. Auf der Bernhard-Grzimek-Allee befindet sich neben dem Haupteingang auch der U-Bahnhof Zoo, welcher von den Linien U6 und U7 bedient wird. Die Anreise zum Zoo in Frankfurt kann außerdem über die Straßenbahnlinie 14 erfolgen. 

Parken gestaltet sich jedoch in Zoo-Nähe schwierig. Die nächsten Stellplätze befinden sich in den Parkhäusern Zoopassage, City-Parkhaus-Ost und Mousonturm. Gepäck kann in Schließfächern kurz hinter der Kasse deponiert werden.

Zoo in Frankfurt am Main – Preise und Ermäßigungen

Erwachsene zahlen zwölf Euro, Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis siebzehn Jahren nur sechs Euro Eintritt für den Zoo in Frankfurt. Ermäßigungen gibt es für Schüler und Studenten mit Ausweis und für Schwerbehinderte ab einem Grad der Behinderung von 50. Kleinkinder unter sechs Jahren sowie Begleitpersonen von Schwerbehinderten kommen kostenlos rein. 

Inhaber des Frankfurt-Passes oder dem Touristenticket Frankfurt Card erhalten eine Vergünstigung. Keine Preisreduzierung gibt es mit dem Kulturpass. Hunde und andere Haustiere haben keinen Zutritt zum Zoo. Grund dafür ist das Wohlergehen der Zoo-Tiere, die wegen des starken Geruchs Gefahr wittern und in Panik verfallen können.

Tierisch lecker – Gastronomie im Zoo Frankfurt

Wen beim Tieregucken der kleine oder große Hunger übermannt, der kann sich direkt auf dem Zoo-Gelände in Frankfurt an verschiedenen Ständen bedienen. Auf der Zoo-Terrasse gibt es den ganzen Sommer über Pommes, Currywurst und andere herzhafte Angebote. 

Für den süßen Gaumen ist der Eisstand Bizziice die richtige Wahl, oder man lässt sich im Waffel-Pavillon des Zoo Frankfurt mit tierisch leckeren Kreationen verwöhnen. Exotisch wird es mit dem mexikanischen Restaurant Sombrero. Im Schatten des Pavian-Felsens werden hier Groß und Klein mit südamerikanischen Spezialitäten und regionaler Küche versorgt.

Frankfurt am Main: Der Zoo Frankfurt in Zahlen

Mit einer Grundfläche von 11 Hektar ist genug Platz für die insgesamt 30 Gehege des Zoos in Frankfurt. Durch die Eröffnung des jüngsten Geheges, einer Freianlage für die beliebten Humboldt-Pinguine, sorgte der Tier-Garten im Jahr 2019 für Furore. Das älteste Gehege besteht schon seit 147 Jahren und beherbergt momentan die Greifvögel.

Die insgesamt 450 Tier-Arten, die den Zoo in Frankfurt am Main ihr Zuhause nennen, wollen auch versorgt werden – dabei geht einiges an Futter drauf. Unter der Leitung von Direktor Miguel Casares verfüttern die Zoo-Mitarbeiter jährlich circa 65 Tonnen Äpfel, 36 Tonnen Karotten, 16 Tonnen Fisch und 20 Tonnen Fleisch. Für das Publikum sind die zum Teil täglich zu beobachtenden Fütterungen ein großes Spektakel. Somit konnte der Frankfurter Zoo mit 825 000 Besuchern im Jahr 2019 Zahlen im sechsstelligen Bereich erzielen. Attraktiv sind auch die exklusiven Abendführungen die jeden Monat stattfinden. Weitere Zoo-Veranstaltungen wie Vortragsreihen, Expeditionen und Workshops findet man im Veranstaltungskalender.

„Großmaul mit Tiefgang“ – Flusspferd Petra bezaubert Zoo-Besucher in Frankfurt

„Großmaul mit Tiefgang“: So wird die knapp 1,5 Tonnen schwere Flusspferd-Dame Petra vom Zoo Frankfurt gutmütig beschrieben. Meist ist in dem vier mal vier Meter großen Becken nur der breite Rücken des 44 Jahren alten Publikumslieblings zu erspähen. Da Augen, Ohren und Nasenlöcher verschließbar sind, können die grauen Schwergewichte bis zu 15 Minuten ohne Sauerstoff auskommen.

In freier Wildbahn ruhen Flusspferde tagsüber in Gruppen von 10 bis 30 Tieren im Wasser, an Flussufern oder auf Sandbänken. Am Abend lösen sich die Gruppen auf und die Tiere begeben sich zu ihren Weidegründen. Im Zoo können Flusspferde bis zu 60 Jahre alt werden. Ein vorzeitiges Ende ereilte jedoch Petras langjährigen Gefährten, Bulle Maikel: Das Tier starb 2014 im Alter von nur 39 Jahren, nachdem ihm vermutlich ein Zoo-Besucher einen Tennisball ins Maul geworfen hatte. Gemeinsam hatten die beiden fünf Jungtiere gezeugt.

Tiere mit Biss - Junglöwen im Frankfurter Zoo

Am 14. April 2018 brachte die asiatische Löwin Zarina in Frankfurt am Main die drei Jung-Tiere Yaro, Kiron, Mira zur Welt. Leser der FNP waren damals an der Namensgebung der Jungen beteiligt. Es handelt sich um den ersten Löwen-Nachwuchs im Frankfurter Zoo seit 15 Jahren. Nur knapp anderthalb Jahre nach der Geburt dann der Schock: Die kleine Mira musste wegen einer Schädelfehlbildung eingeschläfert werden.

Ihre beiden Brüder sind jedoch kerngesund und erfreuen sich mittlerweile einer stolzen Haarpracht. Wer dem Katzendschungel im Zoo Frankfurt einen Besuch abstattet, erwischt die jungen Tiere vielleicht bei einer ihrer Raufereien.

Rekord im Affenhaus – ältestes Tier im Zoo Frankfurt

Mit 69 Jahren ist die Bonobo-Dame Margrit das älteste Tier im Zoo Frankfurt. Schon seit 1959 kann der Zwergpavian im Affenhaus bewundert werden. Und das ist nicht ihr einziger Rekord: Vor 58 Jahren sorgte sie außerdem für den weltweit ersten Bonobo-Nachwuchs in menschlicher Obhut. Margrit wurde vermutlich 1951 im Dschungel des Kongogebiet geboren und kam als Jung-Tier in eine Aufzuchtstation.

Klein gegen groß im Zoo Frankfurt am Main

Mit fünf Metern Kopfhöhe ist Giraffen-Weibchen Shujaa das größte Tier im Zoo und hat immer einen guten Überblick. Die sieben Jahre alte Netzgiraffe lebt seit 2016 im Zoo Frankfurt. Die aus Afrika stammenden Tiere sind sowohl tag- als auch nachtaktiv. In freier Wildbahn leben Giraffen in kleinen Herden mit loser Zusammensetzung, die bis zu 30 Tiere umfassen können.

Der kleinste Bewohner im Frankfurter Zoo ist die südamerikanische Blattschneiderameise. Sie umfasst nur drei Millimeter Körpergröße, macht das aber mit dem riesigen Ausmaß ihrer Kolonien wieder wett. Eine Königin kann in ihrem Leben bis zu 150 Millionen Tiere zur Welt bringen.

Ob Führungen, Vorträge oder Expeditionen mit Lagerfeuer: Mit seinen vielseitigen Angeboten bietet der Frankfurter Tier-Garten ein spannendes Erlebnis für alle Tier-Fans. Wie schon der Rapper DCVDNS in seinem Song Frankfurter Zoo deklariert: „Yallah zid, komm zum Zoo!“

Von Paulina Henning von Lange

Im Zoo Frankfurt gibt es süßen Nachwuchs! Die bedrohten Antilopen können sich über ein Jungtier freuen, außerdem sind im ehemaligen Exotarium drei Stachelschweine eingezogen.

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