Die Bongo-Babys Pili und Forrest kamen im Juni im Zoo Frankfurt auf die Welt.
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Die Bongo-Babys Pili und Forrest kamen im Juni im Zoo Frankfurt auf die Welt.

Nachwuchs

Zoo Frankfurt: Niedliche Tierbabys kommen zur Welt – ihre Art ist in Gefahr

  • Teresa Toth
    vonTeresa Toth
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Die Besucher des Zoos in Frankfurt können sich über süßen Nachwuchs freuen. Sie gehören zu einer Antilopenart, die in freier Wildbahn beinahe ausgestorben ist.

  • Forrest und Pili erblickten im Juni das Licht der Welt im Zoo Frankfurt*
  • Ihre wildlebenden Verwandten sind jedoch vom Aussterben bedroht
  • Initiative „Hinter dem Zoo geht's weiter“ soll auf Wichtigkeit des Klimaschutzes aufmerksam machen

Frankfurt - Trotz Corona läuft der Betrieb im Zoo in Frankfurt weiterhin gut und der Park hatte bisher keine Schwierigkeiten, die Tiere angemessen zu versorgen. Jetzt können sich die Besucher sogar über neuen Nachwuchs freuen: Die Ostafrikanischen Bongos - eine Antilopenart - haben zwei Babys bekommen: Forrest, ein männliches Jungtier und Pili, ein Antilopenmädchen, kamen diesen Monat zur Welt. Forrest hatte anfänglich Probleme mit seinen Beinen, doch die Pfleger und Pflegerinnen des Zoos in Frankfurt konnten das Bongo-Baby aufpäppeln, sodass er nun ebenso wie seine Schwester fit und gesund ist. Insgesamt leben nun fünf Antilopen dieser Art im Zoo in Frankfurt. (Während sich der Zoo Frankfurt jetzt über Zuwachs freuen kann, musste von einem anderen Tier Abschied genommen werden: Eine Tigerdame starb mit 19 Jahren*.)

Zoo Frankfurt: Das ist Bongo Forrest

  • Geboren am 10. Juni 2020
  • Männlich
  • Mutter: Leki, Vater: Dakaraj
  • Geburtsgewicht: 29 Kilogramm

Übrigens: Da Forrest Probleme mit den Beinen hatte, gaben ihm die Pfleger den Namen Forrest Gump. Das passt auch besonders gut, weil der Name gleichzeitig auf den Regenwald als Lebensraum der Bongos verweist. Anders als das Namensvorbild sind Bongos allerdings keine großen Läufer, dafür sind sie mit einem Gewicht von 180 bis 220 kg zu schwer. 

Zoo Frankfurt: Das ist Bongo Pili

  • Geboren am 19. Juni 2020
  • Mutter: Kawana, Vater Dakaraj
  • Besonderheit: Pili ist Suaheli und bedeutet die Zweite

Pili ist damit das zweite Bongo-Jungtier, dass 2020 im Zoo Frankfurt geboren wurde.

Zoo Frankfurt: Bongos sind vom Aussterben bedroht

Im Freiland steht es im Gegensatz zum Zoo Frankfurt um die Bongos allerdings sehr schlecht. Die Art ist vom Aussterben bedroht. In ihrer Heimat, dem Bergregenwald Afrikas, leben mittlerweile nur noch 70 bis 80 Tiere in freier Wildbahn. Damit gibt inzwischen sogar mehr Bongos in Zoos und Tierparks als in freier Wildbahn. Grund dafür ist vor allem die durch Menschen verursachte Zerstörung ihrer Lebensräume.

Initiative des Zoos Frankfurt soll auf Klimaschutz aufmerksam machen

Mit ihrem Motto „Hinter dem Zoo geht's weiter“ möchten der Zoo Frankfurt und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) daher auf die prekäre Situation aufmerksam machen. Vor allem im Bereich Klimaschutz muss sich einiges verändern, damit Ökosysteme erhalten und Arten vor dem Aussterben geschützt werden können. Durch das Eindringen des Menschen in die Lebensräume vieler Arten - darunter vor allem Tropenwälder - erhöht sich darüber hinaus auch die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung neuer Krankheiten. Denn Viren wie Corona entstehen vorrangig in geschädigten Ökosystemen.

Zoo Frankfurt: Klimaschutz kann Pandemien verhindern

Der Erhalt der Ökosysteme ist laut Christof Schenck, Geschäftsführer der ZGF, somit nicht nur für die dort beheimateten Tiere von existenzieller Bedeutung, sondern auch für das Wohlergehen der Menschen - ein guter Klimaschutz kann den Ausbruch weiterer Pandemien verhindern.

Der Zoo Frankfurt durfte nach den Corona-Lockerungen wieder öffnen*. Es gibt jedoch Beschränkungen.

*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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