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Traurige Nachrichten aus dem Frankfurter Zoo: Besucherliebling „Nobody“ ist gestorben

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Von: Isabel Wetzel

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Brillenbär Nobody in seinem Gehege im Frankfurter Zoo.
Brillenbär Nobody in seinem Gehege im Frankfurter Zoo. © Wolfgang Daum/Zoo Frankfurt

Traurige Nachrichten aus dem Frankfurter Zoo. Brillenbär „Nobody“, der die Frankfurter seit mehr als acht Jahren im Zoo begrüßte, ist gestorben. 

Frankfurt – Im Zoo Frankfurt heißt es Abschied nehmen. Der 19 Jahre alte Brillenbär „Nobody“ ist am Mittwoch (15.12.2021) in Frankfurt eingeschläfert worden, wie der Zoo mitteilte. Vor einigen Wochen habe der Bär angefangen zu husten und wurde daraufhin regelmäßig von Tierärzten behandelt. Doch es trat keine Besserung ein.

Untersuchungen ergaben später, dass sich in der Lunge und dem gesamten Brustraum des Besucherlieblings große Mengen Flüssigkeit angesammelt hatten. Nach einer weiteren Untersuchung mittels CT in der Tierklinik Hofheim, mussten die Tierärzte und Pfleger akzeptieren, dass Nobody keine Chance auf Heilung oder ein schmerzfreies Leben mehr hatte. Daraufhin habe man die Entscheidung für eine Einschläferung getroffen, erklärte der Zoo.

Abschied von Brillenbär Nobody: 2018 verzauberte sein Nachwuchs ganz Frankfurt

Die Zoo-Besucher dürften das Fehlen des Brillenbären künftig schmerzlich bemerken. Denn schon seit acht Jahren lebte der Bär in Frankfurt und war eines der ersten Tiere, das die Gäste am Eingang des Zoos zu sehen bekamen. Nobody wurde 2002 im Zoo Leipzig geboren und kam nach einem Abstecher in Frankreich 2013 zurück nach Deutschland. In Frankfurt zog er dann in die völlig neu gestaltete Bärenanlage „Ukumari-Land“ ein.

Zusammen mit Bärin Cashu hatte Nobody dem Frankfurter-Zoo 2018 die Bären-Zwillinge Manu und Suyana geschenkt. Es war der einzige gemeinsame Nachwuchs der beiden Brillenbären, doch die Mini-Bären eroberten die Herzen der Frankfurter im Sturm. Insgesamt war Nobody Vater von sechs Jungbären.

Bär Bären Bärenjunge Brillebär Frankfurter Zoo
Zum ersten Mal verlässt der kleine Brillenbär Manu seine Wurfbox im Frankfurter Zoo und erkundet das Innengehege. (Archiv) © Boris Rössler/dpa

Auch der Zoo selbst wird den Brillenbären vermissen, Pfleger beschrieben ihn als sehr verträglichen Vertreter seiner Art. Manu ist nun der einzige Brillenbär im Frankfurter Zoo, weil Mama Cashu in der Stuttgarter Wilhelmina für Nachwuchs sorgen soll. Gemeinsam mit dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm wird der Zoo nun überlegen, wie es mit den Brillenbären in Frankfurt weitergeht. In ihrer Heimat, den südamerikanischen Anden, gelten Brillenbären als gefährdet. (iwe)

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