Mathias Hölzinger
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Mathias Hölzinger

Städtische Bühnen Frankfurt

Zukunft der Bühnen liegt in neuen Händen

Mathias Hölzinger übernimmt die Leitung der Stabsstelle von Michael Guntersdorf

Die Stadt wechselt den Chef der Stabsstelle für die Zukunft der Städtischen Bühnen aus. Auf Michael Guntersdorf folgt ab Oktober Mathias Hölzinger, beide sind Architekten und Stadtplaner. So ganz geht Guntersdorf allerdings nicht - und der Neue ist kein Unbekannter.

Die Arbeit der Stabsstelle Zukunft der Städtischen Bühnen Frankfurt wird für weitere drei Jahre fortgesetzt. Oberbürgermeister Peter Feldmann unterschrieb jetzt die entsprechende Verfügung, wie er gemeinsam mit Kulturdezernentin Ina Hartwig (beide SPD) bekannt gab. Die Leitung übernimmt ab Oktober der erfahrene Architekt und Stadtplaner Mathias Hölzinger.

Vorbereitungen für Neubauten treffen

Der Architekt, Ingenieur und Projektmanager ist bereits seit 2019 für die Stabsstelle in den Bereichen Projektvorbereitung, Strategie und Bauprojektmanagement tätig. Zuvor begleitete er im Team von Michael Guntersdorf bei der Dom-Römer GmbH die Neubebauung der Altstadt. Er arbeitete bis 2009 bei Albert Speer, wo er den städtebaulichen Masterplan für die gesamte Innenstadt an zentraler Stelle mitgestaltete und war von 2011 an Projektdirektor bei der Projektberatungsgesellschaft "Proprojekt".

Sein berufliches Augenmerk richtet Hölzinger seither auf die Entwicklung öffentlicher Großprojekte im Kontext der Wiedergewinnung qualitätsvoller öffentlicher Räume. Das Großprojekt Städtische Bühnen koordiniert er künftig mit dem Ziel, optimierte Bedingungen für die weit über 1000 Angestellten der Städtischen Bühnen zu schaffen, einen für alle offenen Ort für Kunst und Kultur einzurichten und einen nachhaltigen Beitrag für die Stadtentwicklung sowie den öffentlichen Raum zu leisten.

"Die künftige Aufgabe der Stabsstelle wird sein, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Stadtverordneten zur Festlegung einer Variante für den Neubau der Städtischen Bühnen vorzubereiten", erklärt Hölzinger.

Die Stabsstelle wurde 2018 für die Dauer von drei Jahren gegründet, Michael Guntersdorf übernahm die Leitung. Ihre Hauptaufgabe bestand in der Erarbeitung der Grundlagen für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung zur Zukunft des Gebäudes der Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz. Neben der von unserer Kulturdezernentin Hartwig präferierten Kulturmeile sind vier weitere Möglichkeiten für den Neubau von Oper und Schauspiel untersucht worden.

Diese Untersuchungen sind abgeschlossen und wurden den Stadtverordneten vorgelegt. Er habe mit der Fertigstellung des Berichts "mein persönliches Ziel erreicht", sagt Michael Guntersdorf. "Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für mich, um aufzuhören." Als Berater steht er dem Projekt aber weiterhin zur Seite.

Das Parlament legte inzwischen fest, eine Sanierung des Gebäudes nicht weiterzuverfolgen und beauftragte den Magistrat, Varianten für den Neubau des Bühnengebäudes näher zu untersuchen. Eine Bürgerinitiative will das verhindern und in einem Bürgerentscheid durchsetzen, das historische Schauspielhaus neu aufbauen zu lassen. Die Stadt hat dieses Begehren aber aus formellen Gründen abgewiesen.

Architekten sollen Vorschläge machen

Es sei nun Aufgabe der Stabsstelle, einen internationalen Architekturwettbewerb und eine Prozessstruktur für das Bauvorhaben vorzubereiten, erläutert OB Feldmann. Sie habe dabei eine wichtige Schnittstellenfunktion.

"Jetzt gilt es, entschlossen in die Zukunft zu schauen und den Prozess weiter voranzutreiben", sagt Ina Hartwig. Es sei nun "eine zukunftsfähige Lösung für die Städtischen Bühnen" notwendig. Das sei die Stadt den mehr als 1000 Mitarbeitern sowie dem Stammpublikum von Oper und Schauspiel schuldig. Die hohe künstlerische Qualität und Strahlkraft des Hauses müsse auch für die Zukunft gesichert werden, betont die Kulturdezernentin. "Wir brauchen dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Innenstadtgestaltung, das Thema Mobilität, wie auch energetische, ökologische und ökonomische Punkte müssen berücksichtigt werden." ffm

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