+
Die Gründungsmitglieder vom neuen Eintrachtfanclub. Der EFC Kalsarikännit hat sich am Samstag in der Kutscherklause gegründet.

Neuer Eintracht-Fanclub

Zusammen ist man weniger allein

  • schließen

Der EFC Kalsarikännit will Eintrachtfans auf der ganzen Welt zusammenbringen. Über den Twitter-Account EFCkalsarikanni wollen sich Mitglieder weltweit über die Spiele ihres Lieblingsvereins austauschen und die Fußballnachmittage als Gemeinschaft verbringen. Egal ob auf der Tribüne im Stadion oder zu Hause auf der Couch.

Auf dem Sofa sitzen, Bier trinken, Eintrachtspiel gucken: Für viele Fans des Frankfurter Erstligavereins ist das eine liebgewonnene Tradition am Wochenende. Um sich bei dieser Tradition auch außerhalb von Fußballkneipen und Stadion nicht allein zu fühlen, haben einige Fans am Wochenende einen neuen Fanclub gegründet: den EFC Kalsarikännit.

Übersetzen lässt sich das finnische Wort ebenso wenig einfach, wie es sich aussprechen lässt. Eine beliebte Übersetzung auf deutschen Websites: „sich allein zu Hause in Unterhose betrinken“, denn im Wortstamm stecken die beiden Begriffe „kalsari“ (Unterhose) und „kännit“ (sich betrinken).

Auch wenn das vielleicht nicht ganz so wörtlich genommen werden muss, steckt in Kalsarikännit ohne Frage ein entspannter Nachmittag, den man nun auch mit Hilfe des Online-Diensts Twitter mit Handy oder Rechner an seiner Seite mit anderen Fans teilen kann – egal wo auf der Welt man sich befindet.

Denn die Mitglieder des neuen Fanclubs, dessen Konzeptwebseite Ende November 2015 online ging, sind bereits international vertreten. Deutschlandweit gibt es Mitglieder in Frankfurt, Kassel, Hamburg und München, außerdem jene aus Finnland, der Schweiz und Südafrika. 15 Namen stehen bereits auf der Liste, die am Tag der Gründungsveranstaltung vor Initiator Holger Lindner auf dem Tisch in der Gaststätte Kutscherklause im Ostend liegen. Außer ihm sind sieben weitere Mitglieder des neuen EFC anwesend, die hier ihren Vorstand, Kassenwart und Schriftführer wählen. Zwei weitere Mitstreiter aus Hamburg und Finnland werden über das Videochat-Programm Skype zugeschaltet.

Das große Engagement, das der neugegründete Fanclub an den Tag legt, zeigt sich auch anhand von zwei prominenten Mitstreitern, die zu den Gründungsmitgliedern gehören: zum einen der Sport1-Reporter Stefan Grothoff, zum anderen der Comiczeichner Michael Apitz, der für den Verein bereits ein Logo entworfen hat: Den Eintracht-Adler mit Bierdose in der Hand und in Unterhose auf einer Couch sitzend, wie es ihm die Fanclub-Mitglieder nun bald so oder zumindest ähnlich nachmachen möchten.

Für all jene Mitglieder, die in Frankfurt wohnen und sich doch gerne Trikot und Jogginghose überstreifen, um in Gemeinschaft mit anderen Fans die Spiele anzusehen, ist die Gaststätte Kutscherklause in der Ostendstraße das offizielle Clublokal. Der hier bereits seit zehn Jahren bestehende Fanclub, der EFC Ostend, freut sich über seinen neuen Bruderverein, der Fans auf der ganzen Welt erobern will. „Einige von uns sind zusätzlich auch bei Kalsarikännit Mitglied geworden“, sagt Wolfgang Fritz, Vorsitzender des ESC Ostend.

Zu den geplanten Vereinsaktivitäten zählt jedoch nicht nur das gemeinschaftliche auf der Couch sitzen und Fußball schauen. Auch ein Stammtisch für Mitglieder, die in der Nähe wohnen, soll bald eingerichtet werden. „Außerdem planen wir ein Sommerfest, voraussichtlich am 33. Spieltag vorm oder im Stadion, zu dem hoffentlich möglichst viele Mitglieder anreisen“, so Lindner. Der in der Satzung beschlossene Mitgliedsbeitrag beträgt 5 Euro im Jahr.

Nähere Informationen erhalten Interessierte außerdem auch auf der Webseite .

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare