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So sieht der Entwurf der Wörner Traxler Richter Planungsgesellschaft mbh (Frankfurt) und Mijaa Raummanufaktur Architekten (Darmstadt) mit TOPOTEK 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH (Berlin) aus.

Neubau

Zwei Entwürfe für das Adorno-Gymnasium im Westend

19 Entwürfe standen zur Auswahl, einen klaren Sieger gibt es nicht. Stattdessen zwei Zweitplatzierte, die nun die Chance haben, ihre Vorschläge für den Neubau des Adorno-Gymnasiums noch mal nachzubessern.

Beim geplanten Neubau des Adorno-Gymnasiums und einer Grundschule im Westend gehen zwei verschiedene Entwürfe in das weitere Verfahren. Im Realisierungswettbewerb für den Schulcampus an der Miquelallee entschied sich die Jury dafür, auf einen ersten Preis zu verzichten und stattdessen zwei zweite Preise zu vergeben. Diese gehen an eine Bietergeeinschaft aus Stuttgart (h4a Gessert + Randecker Generalplaner und Glück Landschaftsarchitektur) sowie an die Bietergemeinschaft Wörner Traxler Richter Planungsgesellschaft mbh (Frankfurt) und Mijaa Raummanufaktur Architekten (Darmstadt) mit TOPOTEK 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH (Berlin).

Insgesamt standen 19 Entwürfe zur Auswahl. Mit den Trägern des zweiten Preises wird die Stadt jetzt Gespräche führen, damit diese die Entwürfe weiter verbessern können. Das Projekt soll mit einer der beiden Bietergemeinschaften realisiert werden.

Der Neubau des Adorno-Gymnasiums in Frankfurt ist ein anspruchsvolles Projekt

„Wir haben Entwürfe ausgezeichnet, die unter architektonischen, pädagogischen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gelungene Lösungen für einen modernen Schulcampus bieten“, sagt Baudezernent Jan Schneider (CDU). „Das Bauvorhaben ist äußerst anspruchsvoll, aber das zentral gelegene Grundstück bietet Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, wie es sie in einer innerstädtischen Situation wohl kein zweites Mal in unserer Stadt geben wird.“

Der zweitplatzierte Entwurf von h4a Gessert + Randecker Architekten und Glück Landschaftsarchitektur greift die Architektur der Gebäude auf dem nahe gelegenen Campus Westend auf.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Es war keine leichte Entscheidung, da sowohl die pädagogischen Anforderungen an eine moderne Grundschule und ein attraktives Gymnasium als auch eine nicht ganz einfache Lage an einem Verkehrsknotenpunkt der Stadt Frankfurt und die geringe Grundfläche in Einklang gebracht werden mussten“, so die Stadträtin.

Auch der Leiter des Adorno-Gymnasiums, Matthias Koepsell, ist zufrieden. „Wenn wir einen der beiden besten Entwürfe realisieren können, werden unsere Schülerinnen und Schüler ein gelungenes Zuhause des Denkens und des Miteinanders erhalten“, sagt der Schulleiter.

Schule für 2000 Schüler

Geplant ist, auf einem Grundstück zwischen Miquelallee, Eschersheimer Landstraße und Hansaallee einen Neubau für das sechszügige Adorno-Gymnasium, eine vierzügige Grundschule sowie eine Sporthalle zu errichten. Auf einer Gesamtfläche von 18 700 Quadratmetern werden insgesamt rund 2000 Schüler von rund 150 Lehrkräften sowie 30 weiteren pädagogischen Mitarbeitern unterrichtet und betreut. Die Sporthalle mit sechs Feldern wird nicht nur von diesen beiden Schulen, sondern auch von der benachbarten Holzhausenschule genutzt.

In dem mit einem zweiten Preis ausgezeichneten Entwurf von h4a Architekten und Glück Landschaftsarchitekten sind die Gebäudemassen auf zwei Baukörper verteilt, so dass die Grundschule im Osten als eigenständiger Baukörper erkennbar ist. Der Blockrand ist durch eine sechsgeschossige Baukante gefasst, wodurch geschützte Pausenflächen auf Erdgeschossniveau für beide Schulen entstehen. „Mir gefällt an diesem Wettbewerbsbeitrag die Trennung der Baukörper, die unterschiedliche Gestaltung und damit die Identitätsbildung für die beiden Schulen, die städtebauliche Einbindung in die Umgebung und die wirtschaftliche Bauweise“, erläutert Baudezernent Schneider.

Die Arbeitsgemeinschaft aus der Wörner Traxler Richter Planungsgesellschaft mbh (Frankfurt) und Mijaa Raummanufaktur Architekten (Darmstadt) mit TOPOTEK 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH (Berlin), die den weiteren zweiten Preis erhielt, sieht einen sechsgeschossigen Gebäuderiegel entlang der Miquelallee vor, der im Westen die Grundschule, den Sportkomplex im Osten und das Gymnasium in der Mitte beherbergt. „Ich schätze die guten Grundrisse mit der Verteilung der Flächen und die gute Umsetzung des pädagogischen Raumprogramms“, urteilt Bildungsdezernentin Weber.

Der dritte Preis ging an das Büro Hess/Talhof/Kusmierz mit Burger Landschaftsarchitekten (beide München. Der vierte Preis ging an Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH (Wien) mit dem Büro HKK Landschaftsarchitektur GmbH (Frankfurt).

Erst ziehen die Schüler des Adorno-Gymnasiums in ein Übergangsquartier

Derzeit ist das Adorno-Gymnasium in einem Übergangsstandort in Höchst untergebracht. Zu Beginn des nächsten Schuljahres bezieht es ein provisorisches Quartier, das derzeit in Holzmodulbauweise auf dem ehemaligen Sportplatz der Philipp-Holzmann-Schule an der Miquelallee entsteht. Dort wird auch die Holzhausenschule vorübergehend einziehen, damit deren Gebäude an der Bremer Straße saniert werden kann. Das Übergangsquartier ist für eine Nutzungsdauer von maximal fünf Jahren ausgelegt. Dann wird das Adorno-Gymnasium in seinen nahe gelegenen endgültigen Standort umziehen. Die Holzhausenschule kehrt zurück in ihr angestammtes Gebäude.

Sämtliche eingereichte Arbeiten des Wettbewerbs sind vom 23. Januar bis 3. Februar 2019 im Atrium des Planungsdezernats (Kurt-Schumacher-Straße 10) ausgestellt.

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