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Zwei junge Frankfurter Künstler stellen erstmals aus

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Von: Alexandra Flieth

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Eli Schwarze und Mara Haußler präsentieren vor dem Kulturpavillon einige ihrer Werke. FOTO: leonhard hamerski
Eli Schwarze und Mara Haußler präsentieren vor dem Kulturpavillon einige ihrer Werke. FOTO: leonhard hamerski © Leonhard Hamerski

Premiere für Eli Schwarze und Mara Haußler im Kulturpavillon in Fechenheim.

Frankfurt -Eli Schwarze (19) und Mara Haußler (17) verbindet die Leidenschaft für die Kunst, und dafür selbst den Zeichenstift in die Hand zu nehmen und darzustellen, was sie sehen und wahrnehmen. Trotz ihrer noch jungen Jahre hat jeder von ihnen bereits einen eigenen Stil entwickelt: Eli Schwarze versteht sich als Zeichner, der Linien als formgebendes Mittel nutzt und weitestgehend auf Farben verzichtet. Mara Haußler zeichnet auch, dennoch sind es die Farben, die ihren, sich meist aus vielen Details zusammensetzenden Arbeiten die notwendige Tiefe verleihen und Struktur geben. Gemeinsam zeigen sie derzeit eine Auswahl ihrer Werke im Kulturpavillon auf dem Fechenheimer Friedhof.

Die erste professionell kuratierte Schau

Es ist für die beiden die erste professionell kuratierte Schau, die durch den Verein PolymerFM und deren Mitgründerin Sabine Lauer ermöglicht wird. Sie ist auch Vorsitzende des Vereins, der sich für Kunst, Kultur und Bildung einsetzt, mit Sitz in Fechenheim. Für die aktuelle Schau bespielt jeder von ihnen einen der beiden Räume des historischen Gebäudes, das im Jahr 1846 errichtet wurde und im 19. Jahrhundert zur Aufbewahrung der Leichen diente. Die Umnutzung des Baus, der seit vielen Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb war, wurde möglich aufgrund des Engagements von Lauer und ihren Mitstreitern von PolymerFM im vergangenen Jahr nach einer Instandsetzung der Räume zum Kulturpavillon, in dem neben Ausstellungen auch regelmäßig literarische und musikalische Veranstaltungen organisiert werden. Die Raumaufteilung ermöglicht nun Einzelpräsentationen für die noch jungen Künstler.

Nächste Station - die Frankfurter Städelschule?

Eli Schwarze absolviert noch bis August beim Verein den Bundesfreiwilligendienst und stammt gebürtig aus der Nähe von Jena in Thüringen. Danach möchte er Kunst an einer Hochschule studieren, hat sich hierfür bereits beworben, darunter auch an der Städelschule in Frankfurt. Mara Haußler lebt im Frankfurter Westend und besucht die Gutenbergschule in Bockenheim an der dortigen Fachoberschule für Gestaltung. Sie gehört zu den "frankfurt eastSide-Stipendiaten", einem Angebot des Vereins PolymerFM an junge kreative Menschen zwischen elf und 20 Jahren. Kennengelernt hat Mara Haußler die Arbeit des Vereins über Sabine Lauer, die seit vielen Jahren als Schulkünstlerin, einem Projekt der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, mit Mädchen und Jungen der IGS Herderschule im Ostend arbeitet. Dorthin ist auch Haußler bis zu ihrem Wechsel an die Gutenbergschule gegangen und war Teilnehmerin des Schulkünstler-Projekts.

Bildauffassung der jungen Frankfurterin begeistert

Sabine Lauer ist begeistert von der Bildauffassung der jungen Frau, die ihre Motive bis ins kleinste Detail ausarbeitet. Dies sei besonders auch an dem Gemeinschaftsbild zu sehen, das Haußler und Schwarze für die aktuelle Schau im Kulturpavillon angefertigt haben. Es vereine die Fertigkeiten der beiden, so Lauer weiter. Dargestellt ist das Gebäude des Kulturpavillons, in dessen Räumen eine vorangegangene Ausstellung wiedergegeben wird. "Man erkennt sofort, um welche Ausstellung es sich handelt", sagt die Vereinsvorsitzende. Es war die Schau der "Frankfurt eastSide-Stipendiaten". Die Werke, die dort ausgestellt waren, wurden von Mara Haußler "en miniature" dargestellt. Die formgebende Zeichnung von Schwarze, der den Pavillon und seine ihn umgebenden Bäume gekonnt wiedergegeben hat, geben den Details von Haußler den Rahmen.

Eli Schwarze versteht es, den Linien, die er auf dem Papier setzt, Leben einzuhauchen. Sein Interesse liegt auch auf Gesichtern, die er porträtiert, und auf der Struktur von Natur. Sowohl für Schwarze als auch für Haußler ist eine berufliche Zukunft in künstlerischen Arbeitsfeldern ein Ziel, das die beiden anstreben. Haußler, die vor kurzem ein Praktikum bei den Landungsbrücken Frankfurt, einem freien Theater im Gutleutviertel gemacht hat, kann sich auch eine Tätigkeit auf diesem Gebiet vorstellen. Jetzt blicken die zwei erst einmal auf ihre Debütausstellung, wie sie Lauer nennt, und sind dankbar für die Unterstützung, die sie durch die Vereinsvorsitzenden auf ihrem Weg dorthin bekommen haben.

Die Ausstellung

Die Ausstellung von Eli Schwarze und Mara Haußler im Kulturpavillon auf dem Fechenheimer Friedhof, Steinäcker Straße 13, läuft noch bis zum 3. Juli und ist donnerstags, samstags und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 19. Juni, lädt der Verein PolymerFM zudem um 15.30 Uhr zu Jazzimprovisation und Weltmusik ein. Weitere Infos gibt es online unter www.polymerfm.de.

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