Eine Justitia-Statue in Frankfurt
+
Eine verbotene Tonaufnahme wurde einer 21-Jährigen zum Verhängnis. (Symbolfoto)

Vor Gericht verurteilt

21-Jährige macht heimlich Tonaufnahme auf Polizeistation im Main-Kinzig-Kreis

Weil sie heimlich ein Gespräch von ihr, ihrem Freund sowie dessen Mutter mit einem Polizeibeamten in der Station Bad Orb mit dem Handy aufgezeichnet hatte, ist eine 21-Jährige von Jugendrichterin Petra Ockert verurteilt worden.

Schlüchtern/Bad Orb - Wegen „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“ – so der Anklagevorwurf im Juristendeutsch – muss die Frau aus Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis*) eine Geldauflage von 200 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung bezahlen. Ihr wertvolles Handy, was die Verurteilte gerne wieder gehabt hätte, bleibt als Tatmittel weiter eingezogen*. Die Jugendgerichtshilfe hatte eine Einstellung des Strafverfahrens vorgeschlagen.

Der Anfang der Geschichte reicht bis in den Sommer 2019 zurück. Nach dem Diebstahl eines Motorrad-Kennzeichens geriet der Freund der jungen Frau als Täter in Verdacht. Mehr noch: Einige Male wurde das Nummernschild – an einem anderen Krad angebracht – bei Fahrten in Bad Soden-Salmünster gesehen. Im Zuge der Ermittlungen tauchten die Angeklagte, Freund und Mutter Anfang September bei der Polizeistation Bad Orb auf und suchten das Gespräch mit einem 37-jährigen Polizeibeamten, was von ihr verbotenerweise heimlich aufgenommen wurde. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare