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Lkw brennt auf A7 aus - 30.000 Flaschen Wein platzen in der Hitze

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Von: Helmut Wenderoth

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Der Sachschaden nach dem Unfall auf der A7 bei Melsungen ist hoch.
Der Sachschaden nach dem Unfall auf der A7 bei Melsungen ist hoch. © Wenderoth

Auf der A7 bei Melsungen brennt ein Lkw aus. Die Strecke muss gesperrt werden. 30.000 Weinflaschen werden vernichtet.

Felsberg - Ein Motorplatzer ist nach Angaben der Feuerwehr vermutlich die Ursache für einen Lkw-Brand, der sich am Freitagabend (19. August) kurz nach 18 Uhr auf der A7 in Richtung Nord zwischen den Anschlussstellen Malsfeld und Melsungen ereignete. Die größte Gefahr bei diesem Brand bestand darin, dass die Flammen sich bereits auf den angrenzenden Wald ausgedehnt hatten und ein großer Waldbrand drohte.

Einsatzleiter Matthias Poppitz, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Homberg, bildete daher sofort nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle zwei Einsatzabschnitte. Die als erstes an der Brandstelle - in der Gemarkung Felsberg-Hilgershausen - eintreffenden Feuerwehrleute aus Homberg (die üblicherweise in diesem Abschnitt zuständigen Melsunger Kameraden hatten an diesem Abend wegen einer Veranstaltung keine Bereitschaft) gingen sofort mit Wasser aus mehreren Rohren gegen den Vegetationsbrand vor. Die Guxhagener begannen währenddessen mit dem Löschen des lichterloh brennenden Lkw.

Lkw brennt auf A7 bei Melsungen: Großer Einsatz der Feuerwehr

Die Flammen hatten mittlerweile von der Zugmaschine auf den Sattelauflieger übergegriffen. Hier waren auf Paletten etwa 30.000 Flaschen Rot- und Weißwein gelagert. Auch sie wurden ein Raub der Flammen. Ein Großteil der Flaschen zerplatzte in der Hitze. Durch den schnellen und gezielten Einsatz der Feuerwehren aus Homberg und Guxhagen, die mit insgesamt 42 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen an der Brandstelle auf der A7 bei Melsungen waren, konnte ein größerer Waldbrand verhindert werden. Der Lkw war nicht mehr zu retten.

Langer Stau auf A7 bei Melsungen: Strecke muss nach Lkw-Brand gesperrt werden

Der Fahrer des Lkw erlitt eine leichte Rauchgasinhalation und wurde vor Ort vom Rettungsdienst ambulant behandelt.

Während der Löscharbeiten war die A7-Fahrbahn in Richtung Norden voll gesperrt Es bildete sich zwischen den Anschlussstellen Homberg und Melsungen ein über neun Kilometer langer Stau. Nachdem die Löscharbeiten gegen 19.30 Uhr beendet waren, konnte die Autobahnpolizei in Absprache mit der Feuerwehreinsatzleitung einen Fahrstreifen freigeben. Das ausgebrannte Wrack des Lkw wurde von einem Bergungsunternehmen abtransportiert.

Nach ersten vorläufigen Schätzungen gehen die Beamten der Autobahnpolizeistation Baunatal von einem Gesamtschaden von 300 000 Euro aus, wobei der Großteil wohl auf die Ladung entfällt. (zot)

Erst am Donnerstag kam es zu einem schweren Unfall bei Felsberg. Ein Lkw und ein Rettungswagen brannten dabei aus.

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