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Abgeordnete fordern bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege

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Abgeordnete im hessischen Landtag haben sich fraktionsübergreifend für bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte stark gemacht. Der Vorsitzende des Sozialausschusses, Moritz Promny von der FDP, mahnte, ohne Aufwertung des Pflegeberufs könne es langfristig keine ausreichende Aufstockung des Pflegepersonals geben. „Wir haben nachweislich eine hohe Anzahl von Pflegekräften im Land, die ihrem Beruf aufgrund der Arbeitsbedingungen und der mangelnden Karrierechancen den Rücken gekehrt haben“, erklärte Promny.

Wiesbaden - Er forderte die schwarz-grüne Landesregierung auf, unter anderem die Pflegewissenschaften an den Hochschulen sowie die Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung auszubauen. Der seniorenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Arno Enners, erklärte: „Während sich die Nachwuchsgewinnung in der Pflege wegen der hohen Arbeitsbelastung, der schlechten Bezahlung sowie der unzureichenden Anerkennung der Tätigkeit immer schwieriger gestaltet, nehmen die Anforderungen an die Mitarbeiter stetig zu.“

Mehr Personal lasse sich nur gewinnen, wenn politische Vorgaben dafür sorgten, dass die Arbeitsbelastung und das Gehalt in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Daniela Sommer. Die Landesregierung solle nicht so tun, als seien die Zustände in der Pflege ein Naturereignis, das sich nicht beeinflussen lässt. „Niemand hält den Sozialminister davon ab, die erforderlichen Vorgaben zu machen“, erklärte Sommer.

Die Grünen-Abgeordnete Silvia Brünnel betonte, Hessen setze sich bereits für eine nachhaltige Aufwertung des Berufsfeldes Pflege ein. „Im Vergleich zum Vorjahr haben sich bereits 5,6 Prozent Personen mehr entschieden, eine Pflegeausbildung zu beginnen“, sagte sie. dpa

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