Adoptions-Expertin: Aufklärung über Herkunft enorm wichtig

Bei Adoptionen haben Experten über die Jahre einen Wandel zu einem offeneren Umgang und mehr Aufklärung beobachtet. Heutzutage werde viel mehr darauf geschaut, Familien besser zu beraten und zu begleiten und den Kontakt zwischen allen Beteiligten zu ermöglichen, sagte Iris Egger-Otholt, Leiterin der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle Rheinland-Pfalz und Hessen.

Mainz/Berlin - Das sei für alle von Vorteil: für die aufnehmenden Eltern, die abgebenden Mütter und Väter und natürlich für das Kind.

Die Aufklärung über die Herkunft des Kindes sei enorm wichtig. „Dann ist auch die Gefahr, dass es sich in schwierigen Phasen, wie der Pubertät, abwendet, viel geringer.“ Denn, so betonte Egger-Otholt: „Das Kind ist immer ein Kind mit zwei Familien.“

In Deutschland wurde die Adoption von Kindern zuletzt umfassend neu geregelt durch das sogenannte Adoptionshilfegesetz, das am 1. April diesen Jahres in Kraft trat. Familien, die ein Kind adoptieren wollen, haben nun einen Anspruch auf eine umfassende Beratung. Auch für die biologischen Eltern gibt es mehr Rechte. Die Zahl der Adoptionen stieg 2020 bundesweit minimal auf 3800 Kinder. Über die Jahre gab es allerdings einen drastischen Rückgang, so haben sich die Zahlen seit 1995 mehr als halbiert. dpa

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