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Ärger mit Salsa-Fans: Tanzverbot an jüdischer Gedenkstätte

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Nach Streit um Salsa-Partys an einer jüdischen Erinnerungsstätte in der Nähe der Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert die Stadt Frankfurt mit einem Verbot. Alle Handlungen seien verboten, die dem Bereich als Ort der Ruhe und Stille sowie des Gedenkens an die Vernichtung jüdischen Lebens in Frankfurt nicht gerecht würden, teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Frankfurt/Main - Die Erinnerungsstätte liegt an der ehemaligen Frankfurter Großmarkthalle, heute EZB.

Tanztreffs seien mit der Würde des Ortes nicht vereinbar, erklärte die Stadt: „Auch der Respekt vor den Opfern, die von diesem Ort aus in Massenvernichtungslager der Nationalsozialisten deportiert wurden, lässt für derartiges Verhalten keinen Spielraum“. Nicht mehr zulässig seien der Verzehr alkoholischer Getränke, das Singen, das Musizieren sowie das Betreiben von Musik- und Lautsprecheranlagen.

Zuwiderhandlungen würden mit einer Geldbuße in Höhe von 100 Euro geahndet, erklärte die Stadt. Gleiches wurde für den Standort einer ehemaligen Synagoge im Stadtteil Höchst erlassen. Die Stadtpolizei werde auf Grundlage der rechtlichen Änderung die Bereiche überwachen und bei Verstößen eingreifen. dpa

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