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Affenpocken-Nachweis in Hessen: Amt klärt Kontakte ab

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Affenpocken
Elektronenmikroskopische Aufnahme des Affenpockenvirus. © Cynthia S. Goldsmith/CDC via AP/dpa/Symbolbild

Nach dem ersten bestätigten Affenpocken-Fall in Hessen ermittelt das Frankfurter Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen des Betroffenen und Übertragungswege. Wo sich der Mann angesteckt haben könnte, sei noch unklar, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Peter Tinnemann, am Mittwoch. Bei dem Patienten handelt es sich demnach um einen 39 Jahre alten Frankfurter.

Frankfurt/Wiesbaden - Dieser habe angegeben, weder gereist zu sein noch größere Veranstaltungen besucht zu haben.

Das Institut für medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt hatte den Verdacht einer Affenpocken-Infektion zuvor bestätigt. Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) betonte am Mittwoch erneut, dass das allgemeine Infektionsrisiko bei dieser Erkrankung „eher als gering“ einzuschätzen sei. Diese sei bei weitem nicht so ansteckend wie etwa das Coronavirus.

Nach Angaben des Gesundheitsamtsleiters befindet sich der Patient in häuslicher Isolation. Tinnemann nahm zwar an, dass es weitere Affenpocken-Fälle geben werde. Doch er sehe derzeit keinerlei Gefahren für die allgemeine Bevölkerung, „dass sich das groß ausbreiten und weitere große Kreise ziehen wird in Frankfurt oder auch in Deutschland“, sagte er.

Der bundesweit erste nachgewiesene Fall war in der vergangenen Woche aus Bayern gemeldet worden. Der betroffene Mann soll zuvor auch vorübergehend in Frankfurt gewesen sein.

Affenpocken sind eine seltene, von Tieren - vermutlich vor allem Nagetieren - auf Menschen übertragbare Viruserkrankung. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind selten, aber vor allem bei sehr engem Kontakt möglich. Die Inkubationszeit für Affenpocken beträgt zwischen sieben und 21 Tagen. Erste Symptome der Krankheit sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Es kann großflächiger Hautausschlag dazukommen. dpa

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