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Landtagswahl Hessen

Alles, was Sie zur Landtagswahl in Hessen 2018 wissen müssen

Am 28. Oktober wählen die Hessen einen neuen Landtag. Insgesamt 4,38 Millionen Menschen in 55 Stimmkreisen sind wahlberechtigt, das sind 0,4 Prozent weniger als bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2013. In Hessen wird alle fünf Jahre gewählt.

Am 28. Oktober wählen die Hessen einen neuen Landtag. Insgesamt 4,38 Millionen Menschen in 55 Stimmkreisen sind wahlberechtigt, das sind 0,4 Prozent weniger als bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2013. In Hessen wird alle fünf Jahre gewählt.

In der Regel gibt es 110 Abgeordnete. Aber durch Überhangsmandate für eine Partei und Ausgleichsmandate für die anderen Parteien können auch mehr Abgeordnete in den Landtag kommen. Es können auch weniger Abgeordnete sein, wenn zum Beispiel eine Partei für verfassungswidrig erklärt wird und damit die aus den Landeslisten gewählten Angeordneten ihren Sitz wieder verlieren.

Der Ministerpräsident wird von den Abgeordneten des Landtags gewählt. Der Kandidat, der die Mehrheit der Abgeordneten für sich gewinnen kann, gewinnt die Wahl. Der Ministerpräsident hat die sogenannte Richtlinienkompetenz und kann, mit der Zustimmung des Landtags, die Minister abberufen.

    Jeder Wahlberechtigte hat bei der Landtagswahl zwei Stimmen   :  die Wahlkreisstimme für einen Kandidaten in seinem Wahlkreis und davon unabhängig eine Landesstimme für eine Partei.

 

Es gibt also eine entsprechende Anzahl von Abgeordneten aus den 55 Wahlkreisen. Die Verteilung der restlichen 55 Sitze ergibt sich jeweils aus der Summe an Zweitstimmen, die die Parteien von den Wählern erhalten haben.

Um überhaupt in den Landtag einziehen zu können, müssen die Parteien allerdings mindestens fünf Prozent der abgegebenen Stimmen bekommen.

Bis zum 20. August konnten die Parteien Kandidaten für das Landesparlament vorschlagen. Parteien und Wählergruppen, die nicht seit der letzten Landtagswahl ununterbrochen im Landtag sind, benötigen für ihre Landesliste mindestens 1000 Unterschriften.

Wann gewählt wird entscheidet der Hessische Landesregierung, also Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Stellvertreter Tarek Al-Wazir (Grüne). Regiert wird Hessen aus Wiesbaden, der hessischen Landeshauptstadt.

Am Wahltag können die wahlberechtigten Hessen auch in insgesamt 15 Volksabstimmungen über Verfassungsänderungen abstimmen. Die sind vorher vom Landtag beschlossen worden.

Zur Landtagswahl 2018 gibt es eine nicht unerhebliche Neuerung. Denn 16 der 55 Wahlkreise wurden 2017 durch ein Gesetz der großen Koalition aus CDU und Grünen geändert. Dagegen hatten die Sozialdemokraten beim Hessischen Staatsgerichtshof geklagt, sie fürchteten eine ungleiche Stimmengewichtung. Wo in einem Wahlkreis zum Beispiel 100.000 Menschen über ein Mandat für den Landtag abstimmen, sind es in einem anderen nur 50.000 Menschen.  Deshalb wurde der Wahlkreis 34 (Frankfurt I) erneut zugeschnitten. Denn der Hessische Staatsgerichtshof sah dort die Bedenken der SPD als berechtigt an.

ror

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