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Alltagshelfer sind eine gute Unterstützung für Kita-Personal

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Ein Kind spielt in einer Kita. © Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Um den Personalnotstand in hessischen Kitas zu verringern, sollten die Einrichtungen nach einem Vorschlag der Kommunen künftig mehr auf Nicht-Fachkräfte setzen. Ein Pilotprojekt im südhessischen Dietzenbach mit Alltagshelfern, die die Erzieherinnen und Erzieher entlasten, sei sehr erfolgreich gewesen, sagte der Präsident des Hessischen Städte- und Gemeindebundes (HSGB), Matthias Baaß (SPD), am Montag in Wiesbaden.

Wiesbaden - Diese Nicht-Fachkräfte müssten dann beim vorgeschriebenen Personalschlüssel mitgezählt werden dürfen.

Nach der Einschätzung von Baaß könnten 15 bis 20 Prozent der Belegschaft in einem Kindergarten aus Nicht-Fachkräften bestehen, ohne dass die Qualität der Betreuung gefährdet sei. Der Bürgermeister im südhessischen Viernheim betonte, dass mit solchen Arbeitsplätzen die Einstiegshürden für einen Job als Erzieher oder Erzieherin gesenkt würden. Bei dem Dietzenbacher Projekt hätten sich Alltagshelfer inzwischen für eine Erzieherausbildung entschieden. Der HSGB vertritt 400 kreisangehörige Städte und Gemeinden sowie mehr als 120 Kommunalverbände.

Mit Blick auf die Flutkatastrophe im Ahrtal forderten die Kommunen eine rasche Modernisierung von Warnsystemen. Dazu gehöre der „zügige Ausbau“ der Sirenenanlagen als Teil des Warnmixes mit Radio, Fernsehen und Warn-Apps auf dem Handy, erklärte Johannes Heger von der HSGB-Geschäftsführung. Allerdings dürften Sicherheitsfragen nicht von Finanzen abhängig sein und es müsse hessenweit ein gleicher Standard gelten.

Mit Kosten von 15 000 Euro pro Mastsirene sähen einige Kommunen erhebliche finanzielle Lasten auf sich zukommen, sagte Heger. Hier könne ein Förderprogramm des Landes helfen. dpa

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