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Anderen Wagen auf A5 in Leitplanke gedrückt: Haftstrafe

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Eine Strafgesetzbuch liegt in einem Sitzungssaal
Eine Strafgesetzbuch liegt in einem Sitzungssaal. © Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Wegen eines absichtlich verursachten Unfalls und Nötigung auf der Autobahn muss ein 33 Jahre alter Mann für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte den Autofahrer aus dem Landkreis Mayen-Koblenz am Dienstag wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und gefährlicher Körperverletzung.

Frankfurt/Main - Dem Urteil zufolge hatte er im Juni 2021 auf der A5 Richtung Kassel ein anderes Fahrzeug von links bedrängt und an die rechte Leitplanke gedrückt. Das Auto wurde erheblich beschädigt - die Fahrerin war mit einem Schleudertrauma eine Woche lang krankgeschrieben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Laut Anklage hatte sich der Angeklagte über ein vorausgegangenes Überholmanöver der Frau geärgert, die seiner Ansicht nach zu weit nach links ausgebrochen war. Vor Gericht schob er den Unfall auf einen technischen Defekt oder aber die Tatsache, dass er kurzzeitig die Hände vom Lenkrad gelassen habe. Beides nahmen ihm die Richter jedoch nicht ab. Ein Gutachter habe zweifelsfrei festgestellt, dass sein Auto technisch in Ordnung gewesen sei. Bei einem kurzzeitigen Loslassen des Lenkrads verreiße dieses schließlich auch nicht, sagte die Amtsrichterin. Der Angeklagte habe den Unfall vielmehr absichtlich herbeigeführt.

Das Gericht setzte darüber hinaus eine Führerscheinsperre von zwei Jahren fest und zog das Auto - als Tatwerkzeug - ein. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert. dpa

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