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Eine Hebamme tastet den Bauch einer Schwangeren.

Angebot für Notfälle: Hebammenambulanz startet

Hilfe für Frauen, die während oder nach der Schwangerschaft keine Hebamme gefunden haben: Das Frankfurter Familienzentrum Monikahaus hat eine neu eingerichtete Hebammenambulanz vorgestellt.

Hilfe für Frauen, die während oder nach der Schwangerschaft keine Hebamme gefunden haben: Das Frankfurter Familienzentrum Monikahaus hat eine neu eingerichtete Hebammenambulanz vorgestellt. „Das ist eine Notmaßnahme, die sofort greift”, sagte Heike Sienel, Geschäftsführerin des Zentrums des Sozialdienstes Katholischer Frauen am Mittwoch Frankfurt. „Wir wollen das aber nicht als Ersatz sehen.”

Seit Anfang September bietet eine Hebamme jeden Mittwoch in der Zeit von 12 bis 16 Uhr eine Sprechstunde und Betreuung für Schwangere und Wöchnerinnen an. Das Angebot kann über die Krankenkassen abgerechnet werden.

In Frankfurt herrscht schon seit längerem ein Mangel an Hebammen - nicht zuletzt aufgrund des knappen Wohnraums und des Problems, eine bezahlbare Wohnung zu finden. „Das ist ein Problem aller Frauen in Frankfurt”, sagte Petra Sobat, Leiterin der Schwangerschaftsberatung im Monikahaus. Noch schwieriger sei die Situation für viele Klientinnen des Zentrums, darunter auch geflüchtete Frauen und Migrantinnen, die vor Ort nicht auf ein Netzwerk zurückgreifen könnten und zudem Sprachprobleme haben.

„Man merkt, dass viele Frauen nicht aufgeklärt sind”, sagte die Hebamme Nelly Wolf. „Viele fühlen sich alleingelassen.” Durch die Anbindung der Hebammenambulanz an die Schwangerenberatung sollen zudem Bedürfnisse der Frauen rechtzeitig erkannt und Hilfen vermittelt werden.

(dpa)

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