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Anklage erhoben nach tödlichem Bootsbrand

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Gericht
Akten liegen vor einem Prozess in einem Landgericht auf dem Tisch. © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

Nach dem Tod eines Mädchens bei einem Bootsbrand hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Vater des Kindes erhoben. Dem 40-Jährigen wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen, wie ein Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Es handle sich um einen tragischen Unfall. Eine Vorsätzlichkeit könne man ausschließen.

Wiesbaden - Im März dieses Jahres hatte der Mann das Boot im Rheinhafen von Wiesbaden-Schierstein betankt, ehe das Feuer ausbrach und seine siebenjährige Tochter in den Flammen ums Leben kam. Ein Heizgerät habe durch Kontakt zum Treibstoff eine Verpuffung und den Brand verursacht. Die Anklage legt dem 40-Jährigen zur Last, sich nicht vergewissert zu haben, ob das Heizgerät eingeschaltet war.

Den Angaben zufolge stürzte der Mann durch die Verpuffung ins Wasser. Ihm sei es nicht gelungen, wieder auf das brennende Boot zu kommen und seine Tochter aus dem Innenraum des Bootes zu retten. Den Angaben zufolge hatte der Mann vom 5. auf den 6. März mit seiner Tochter im selbst gebauten Innenraum des Bootes übernachtet. Zuvor hatten mehrere Medien über die Anklage berichtet. dpa

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