Anklage nach Anschlag unter rivalisierenden Gruppen erhoben

Nach einem Anschlag unter rivalisierenden Gruppen hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen drei Männer erhoben. Die drei Angeschuldigten im Alter von 22, 26 und 36 Jahren sollen im März dieses Jahres einen lebensgefährlichen Angriff auf einen 38-Jährigen im Frankfurter Gallusviertel unternommen haben. Das Opfer wurde vor seiner Wohnung schwer misshandelt und mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.

[Frankfurt/Main - ]Bei allen drei Männern geht die Anklage von versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung aus, wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag mitteilte.

Die Tat stehe in engem Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung vor einem Kiosk im Frankfurter Ostend rund sechs Wochen zuvor, bei der die Betreiberfamilie angegriffen und bedroht worden sei. Diese Tat steht laut Niesen im Mittelpunkt einer bereits erhobenen Anklage gegen sechs Beschuldigte wegen versuchten Totschlags und besonders schweren Landfriedensbruchs. Der im März verletzte Mann soll der Angreifergruppe angehört haben, wurde aber nicht wegen des Angriffs angeklagt.

Zu der zweiten Tat äußerten sich zwei der drei Angeschuldigten bislang nicht. Der dritte habe auf einem Formular die Spalte „Tat nicht begangen“ angekreuzt. Termine für den Prozess stehen noch nicht fest. [dpa]

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