Antisemitismus-Beauftragter besorgt über Gewalt gegen Juden

Der hessische Antisemitismus-Beauftragte ist besorgt über wachsende verbale und körperliche Gewalt gegen Juden. „Wir nehmen seit einigen Jahren mit zunehmender Besorgnis wahr: Antisemitische Vorfälle, Beschimpfungen oder gewalttätige Übergriffe sind keine Randerscheinung in unserer Gesellschaft“, sagte der Beauftragte des Landes Hessen für das jüdische Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker (CDU).

Wiesbaden - Becker legte Freitag dem Kabinett seinen ersten Tätigkeitsbericht vor. Darin werden antisemitische Vorfälle und Straftaten in Hessen ausgewertet und eine Bestandsaufnahme der Gegenmaßnahmen gezogen.

„Die aktuell zu beobachtende Bandbreite antisemitischer Vorfälle und Straftaten in Hessen und Deutschland sind sehr weit und facettenreich einem dynamischen Wandel unterworfen“, sagte Becker. „Sie reichen von der Diffamierung und Diskriminierung bis hin zu gewalttätigen Übergriffen.“ Es seien jedoch nicht alle strafrechtsrelevant.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) dankte Becker für sein Engagement und betonte: „Der Schutz jüdischen Lebens und der Kampf gegen Antisemitismus sind heute mehr denn je eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung für uns alle.“ dpa

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