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Antisemitismusbeauftragter warnt vor „Querdenker“-Aktionen

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Uwe Becker
Uwe Becker (CDU), Antisemitismusbeauftragter des Hessischen Landesregierung. © Hessische Staatskanzlei/dpa/Archivbild

Der hessische Antisemitismus-Beauftragte warnt vor radikalen und gewalttätigen Protesten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen. „Es sind jene „Querdenker“, die zunehmend radikal auftreten und auf die Zerstörung unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft abzielen“, erklärte Uwe Becker (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. Von der Verbreitung antisemitischer Stereotype über die Verharmlosung des Holocaust bis hin zu Gewalttaten reiche inzwischen das Spektrum der „Querdenker“-Aktivitäten.

Wiesbaden - „Wer an solchen Veranstaltungen, Demonstrationen oder Märschen teilnimmt, muss wissen, dass er damit das Geschäft von Radikalen unterstützt“, mahnte der Antisemitismus-Beauftragte. „Wer seinen persönlichen Unmut über Corona-Maßnahmen demokratisch ausdrücken will, sollte dabei nicht zum Steigbügelhalter extremistischer Kräfte werden.“

Diskussionen über den Umfang und die Verhältnismäßigkeit von Corona-Einschränkungen seien in Deutschland möglich, betonte Becker. „Hier geht es einigen aber überhaupt nicht um Corona, sondern hier werden Fackeln für ein anderes, ein undemokratisches Deutschland auf unsere Straßen getragen.“ dpa

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