Auch Quereinsteiger sollen Gerichtsvollzieher werden dürfen

Die Weiterbildung zum Gerichtsvollzieher soll in Hessen künftig auch Interessierten außerhalb der Justizberufe offen stehen. Das kündigte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) an. Grund ist vor allem der gestiegene Bedarf an Nachwuchskräften, wie ihr Ministerium am Dienstag mitteilte. „Wir freuen uns über Bewerberinnen und Bewerber, die über eine Ausbildung und Berufserfahrung beispielsweise aus dem juristischen, dem bankfachlichen oder dem kaufmännischen Bereich verfügen“, sagte Kühne-Hörmann.

Wiesbaden - Bislang stand dieser Weg nur denjenigen offen, die bereits vorher einen anderen Justizberuf erlernt und ausgeübt haben.

Aktuell sind rund 330 Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher in Hessen tätig. Die 26 Monate umfassende Weiterbildung wird mit 2700 Euro brutto monatlich entlohnt. Nach dem Abschluss der Weiterbildung warte die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe. Die rechtliche Grundlage für die Öffnung des Berufes soll unterdessen im Herbst 2021 verabschiedet werden. dpa

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