Nach drei Monaten

Auktion von Inventar der Odenwaldschule abgeschlossen

Nach fast drei Monaten ist die Versteigerung von Inventar der nach einem Missbrauchsskandal zahlungsunfähigen Odenwaldschule in Südhessen zu Ende gegangen.

Nach fast drei Monaten ist die Versteigerung von Inventar der nach einem Missbrauchsskandal zahlungsunfähigen Odenwaldschule in Südhessen zu Ende gegangen. Insgesamt gaben dabei 664 Bieter 8031 Gebote ab, wie ein Sprecher der Insolvenzverwaltung am Donnerstag mitteilte. Den höchsten Preis erzielte die Bibliothek der Schule mit 16 000 Euro. Wieviel Geld insgesamt zusammenkam, wurde nicht mitgeteilt. Dies geschehe erst nach Abschluss des gesamten Verkaufsprozesses, sagte der Sprecher.

Mit dem Geld sollen Forderungen von Gläubigern erfüllt werden. Im Angebot waren unter anderem auch Musikinstrumente, Möbel sowie Maschinen aus den Holz- und Metall-Werkstätten. Auch die Immobilien samt Grundstücke des einstigen Vorzeige-Internats sind zum Verkauf angeboten, hier laufen noch Verhandlungen. Über Details wie etwa einen Zeitplan sei Stillschweigen vereinbart worden. Interessenten könnten noch bis zur finalen Entscheidung weitere Angebote abgeben. Mehrere Gebäude sowie Flurstücke am Rand des Areals der Schule seien schon veräußert. Der Verkaufsprozess endet den Angaben zufolge erst dann, wenn sämtliche Immobilien veräußert sind.

An der Reformschule im Heppenheimer Stadtteil Ober-Hambach waren 2010 lange zurückliegende sexuelle Übergriffe von Lehrern auf Schüler bekannt geworden. Offiziell sind mindestens 132 Opfer, ausgegangen wird von bis zu 500. Die Zahl der zahlenden Internatsschüler ging zurück, Geldprobleme stellten sich ein. Das Insolvenzverfahren läuft seit dem Sommer des vergangenen Jahres.

(dpa)

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