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U-Ausschuss zu Hanauer Anschlag hört weitere Angehörige

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Der Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags zum rassistischen Anschlag von Hanau wird heute (9.00 Uhr) weitere Angehörige von Opfern als Zeugen hören. Darunter ist auch Armin Kurtović, dessen Sohn Hamza bei dem Attentat getötet wurde. Er hatte den Behörden wiederholt Versäumnisse vorgeworfen und eine lückenlose Aufklärung gefordert. Im Fokus des Untersuchungsausschusses steht ein mögliches Behördenversagen vor, während und nach der Tat.

Wiesbaden/Hanau - Die nächste der insgesamt vier öffentlichen Sitzungen, in denen Angehörige von Mordopfern zu Wort kommen, ist für den 21. Januar 2022 geplant.

Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hat am 19. Februar 2020 in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Danach tötete er nach Erkenntnissen der Ermittler seine Mutter und nahm sich selbst das Leben.

Die „Initiative 19. Februar Hanau“, zu der sich Angehörige der Toten sowie Überlebende zusammengeschlossen haben, begleitet die Sitzungen mit Mahnwachen in Wiesbaden. Die Opferfamilien fordern eine kritische Aufarbeitung, unter anderem zu den Waffenerlaubnissen für den Attentäter, der Sportschütze war, sowie zur Nichterreichbarkeit des Hanauer Polizei-Notrufs in der Tatnacht. In der vergangenen Woche hatte die Bundesanwaltschaft bekanntgegeben, dass sie ihr gegen unbekannt geführtes Ermittlungsverfahren zu dem Anschlag einstellt. Nach ihrer Einschätzung hatte Tobias R. keine Mitwisser oder Gehilfen. Auch für eine Tatbeteiligung seines Vaters sahen die Ermittler keine Anhaltspunkte. dpa

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