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„Außergewöhnlicher Abend“: Endspiel für Eintracht

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Mario Götze
Frankfurts Mario Götze wartet auf eine Freistoßausführung. © Arne Dedert/dpa

Eintracht Frankfurt kann weiter vom Achtelfinaleinzug in der Champions League träumen. Gegen Olympique Marseille feiern die Hessen den ersten Heimsieg in der Königsklasse - die Entscheidung fällt nun in Lissabon.

Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner war schlichtweg begeistert von seiner Mannschaft. „Ich bin megastolz auf die Leistung der Spieler“, sagte er nach dem 2:1 (2:1) im Champions-League-Spiel am Mittwochabend gegen Olympique Marseille. Mit dem historischen ersten Heimerfolg in der Königsklasse ist der Einzug in das Achtelfinale weiter möglich. Die Partie am kommenden Dienstag bei Sporting Lissabon wird nun zum Endspiel. „In Lissabon brauchen wir einen Auswärtssieg, um zu überwintern“, sagte Glasner.

„Es war ein außergewöhnlicher Abend! Europacup-Nächte sind hier immer speziell“, meinte Sportvorstand Markus Krösche. „Insgesamt hat die Mannschaft ein herausragendes Spiel gemacht gegen einen sehr guten Gegner.“ Daichi Kamada (3. Minute) und Stürmer Randal Kolo Muani (27.) hatten vor 48 700 Zuschauern für den Europa-League-Gewinner die Tore gemacht. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Matteo Guendouzi (22.). „Wir hätten das Spiel früher entscheiden können. Wichtig war, nach dem Ausgleich direkt zu antworten. Das zeigt die Moral der Mannschaft“, befand Krösche.

Nach dem vierten Sieg in elf Tagen geht es bereits am Samstag gegen Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga weiter - allerdings ohne Christopher Lenz, der sich eine Verletzung am linken Oberschenkel zuzog und die Not in der Defensive vergrößerte. Der 28 Jahre alte Linksverteidiger ist nach dem japanischen Abwehrchef Makoto Hasebe und Verteidiger Almamy Touré der dritte Ausfall in der Eintracht-Abwehr.

„Wenn ein Spieler am Boden liegt und sagt, der hintere Oberschenkel hat einen Stich bekommen, dann ist es wahrscheinlich nicht in zwei Tagen wieder gut“, sagte Eintracht-Trainer Glasner und fügte an: „Wir müssen improvisieren.“

Erfreulich war hingegen, dass es nach den schlimmen Ausschreitungen am 13. September im Hinspiel in Marseille, zu keinen gravierenden Zwischenfällen im Stadion gekommen ist. „Wir haben einen friedlichen, begeisternden Abend mit super Stimmung erlebt, so wie wir uns das alle gewünscht haben“, sagte der österreichische Coach erleichtert. In Marseille hatten sich die beiden Fan-Gruppen während des Spiels mit Leuchtraketen gegenseitig beschossen. Ein Frankfurt-Anhänger wurde schwer verletzt. Nach Ende der Partie drohte nur die Lage im Block der knapp 2000 Olympique-Fans zu eskalieren, was aber durch den schnellen Aufmarsch der Sicherheitskräfte verhindert wurde. dpa

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