Awo Frankfurt
+
Der Hauptsitz der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Osten Frankfurts.

Awo fordert 3,2 Millionen Euro wegen Betrugsverdachts

Wegen des Verdachts falscher Abrechnungen von Personalkosten hat der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Frankfurt vom Kreisverband Wiesbaden 3,2 Millionen Euro gefordert. Die Forderung sei beim Insolvenzverwalter gestellt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Awo Frankfurt, Steffen Krollmann, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Frankfurt/Main - „Wir gehen davon aus, dass wir Teile wiederbekommen.“ Bei dem Geld handele es sich ausschließlich um Mittel der Awo, das Land Hessen und auch die Stadt Frankfurt seien nicht geschädigt worden.

Es bestehe der Verdacht, dass der Kreisverband Frankfurt über Jahre mit bewusst falschen Abrechnungen von Personalkosten betrogen worden sei. Es sind laut Awo Beträge für Mitarbeiter an den Kreisverband Wiesbaden gezahlt worden, die dort nicht beschäftigt gewesen sind. Die Zahlungen seien nur möglich gewesen, weil die Rechnungen sachlich nicht geprüft worden seien. Zwei verantwortlich Beschäftigte seien fristlos gekündigt worden, teilte die Awo mit. Gegen sie und drei weitere Personen ist den Angaben zufolge Anzeige erstattet worden.

Hintergrund ist der Finanzskandal um die Frankfurter und Wiesbadener Kreisverbände der Awo. Im Zuge des Millionen-Skandals musste der Wiesbadener Kreisverband im vergangenen November Insolvenz anmelden. Die Wiesbadener Awo und die Insolvenzverwaltung waren am Donnerstag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare