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Awo Wiesbaden sieht sich bei Sanierung auf gutem Weg

Der krisengeschüttelte Awo-Kreisverband Wiesbaden sieht sich knapp ein Jahr nach einem Insolvenzantrag bei der Sanierung auf einem guten Weg. Die Sanierung sei so gut wie abgeschlossen, teilten die Awo und Sachwalter Jan Markus Plathner am Dienstag mit. Die Gläubiger hätten dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt. Wenn der Plan nach der gesetzlichen Frist von zwei Wochen Rechtskraft erlange, könne die Arbeit des Kreisverbandes auch außerhalb des Insolvenzverfahrens eigenverantwortlich fortgeführt werden.

Wiesbaden - Der Kreisverband Wiesbaden der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hatte im November vergangenen Jahres Insolvenzantrag gestellt und das Amtsgericht ein Verfahren in Eigenverantwortung angeordnet. Bei einem Insolvenzplan handelt es sich um einen Zahlungsvergleich. Mit der Sanierung sei es gelungen rund 420 Arbeitsplätze, neun Kitas, zwei Pflege- sowie weitere Einrichtungen des Vereins zu erhalten und wieder zukunftsfähig zu machen, teilte der Awo-Vorstand mit.

2019 war ein Finanzskandal um die Awo-Verbände in Frankfurt und Wiesbaden ins Rollen gekommen. Dabei geht es unter anderem um überhöhte Gehälter und Luxus-Dienstwagen bei der Frankfurter Awo sowie ungerechtfertigte Spenden an den Kreisverband Wiesbaden. Es laufen mehrere Ermittlungsverfahren. dpa

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