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Bätzing: Polnische Reparationsforderungen „eher hinderlich“

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Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
Georg Bätzing spricht während der Eröffnungspressekonferenz der Herbstvollversammlung. © Sebastian Gollnow/dpa/Archiv

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat polnische Reparationsforderungen an Deutschland als „eher hinderlich“ bezeichnet. Der richtige Weg zur Aussöhnung bestehe etwa in gegenseitigem Kennenlernen, Besuchen, gemeinsamen Projekten, sagte Bätzing am Donnerstag zum Abschluss der Herbstvollversammlung der Bischöfe in Fulda. Dieser Weg müsse fortgesetzt und intensiviert werden.

Fulda - „Ich glaube, in diesem Kontext ist die Forderung nach Reparationen eher hinderlich als förderlich.“

Eine Parlamentskommission in Warschau hatte kürzlich ein Gutachten vorgelegt, in dem die von Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg angerichteten Schäden in Polen auf mehr als 1,3 Billionen Euro beziffert werden. Der Vorsitzende der nationalkonservativen Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, erneuerte gleichzeitig die Forderung nach Entschädigungszahlungen. Die Bundesregierung beruft sich bei der Ablehnung dieser Forderungen auf den Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 über die außenpolitischen Folgen der deutschen Einheit. dpa

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