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Bahnprojekte: Pro Bahn kritisiert „Webeveranstaltung“

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Der Fahrgastverband Pro Bahn sieht große Defizite bei den Bahnprojekten in Hessen. Das „Intensivprogramm Schiene“ von Land Hessen, Deutscher Bahn (DB) und Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sei eine „Werbeveranstaltung“. Die drei Partner stellten „die Fakten völlig verklärend dar“, sagten Pro-Bahn-Vertreter am Montag in Frankfurt.

Frankfurt/Main - Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und RMV-Chef Kurt Ringat ließen sich „seit Jahren mit alten Projekten und abgegriffenen Floskeln in der Öffentlichkeit feiern“, kritisierte Pro Bahn-Landesvorstandsmitglied Bernd Rohrmann. In Wahrheit sei die Situation bei der Investition in die Schiene „vielmehr katastrophal bis desaströs“, sagte Pro Bahn-Landesvorstandsmitglied Klaus Zecher.

Der Ausbau geplanter Strecken werde teils Jahre später fertig als angekündigt, etwa die S-Bahn zwischen Frankfurt und Bad Vilbel oder die Achse zwischen Stadion und Hauptbahnhof. Die Reaktivierung stillgelegter Strecken werde verschleppt - laut Pro Bahn warten 20 bis 30 reaktivierungsfähige Bahntrassen auf ein Planungsverfahren, Reaktivierungsideen würden „zerredet“ oder „niedergerungen“.

Barrierefreiheit stehe oft nur auf dem Papier. Hessen liege in diesem Punkt auf Platz 14 aller 16 Bundesländer. „Um die Prozentzahl barrierefreier Bahnhöfe zu manipulieren und den Menschen vorsätzlich ein falsches Bild zu verkaufen“, würden selbst Höhenunterschiede von 21 Zentimetern zwischen Fahrzeug und Bahnsteigkante als barrierefrei bezeichnet, so Pro Bahn. Das sei eine „Sünde“. dpa

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