Josef Schuster
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Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden.

Bau der Jüdischen Akademie startet im September

Der Zentralrat der Juden in Deutschland will im Spätsommer mit dem Bau einer Jüdischen Akademie in Frankfurt beginnen. Es sei die erste überregionale jüdische Institution dieser Art, die nach der Schoa errichtet wird, teilte der Zentralrat am Dienstag in Berlin mit. Der Neubau, der eine frühere Professorenvilla integriert, werde in der Senckenberganlage entstehen.

Frankfurt/Main/Berlin - Der erste Spatenstich soll am 2. September erfolgen.

Das Gebäude der Jüdischen Akademie wurde vom Frankfurter Architekten Zvonko Turkali entworfen. Die Gesamtkosten des Projekts liegen laut Zentralrat bei 34,5 Millionen Euro, die gemeinsam vom Bund, dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt und dem Zentralrat der Juden getragen werden. Die Fertigstellung des Baus ist für Ende 2023 geplant. 2024 soll die Jüdische Akademie ihren Betrieb aufnehmen.

„Die Jüdische Akademie steht in der Tradition des in den 1920er Jahren gegründeten Jüdischen Lehrhauses“, berichtete der Zentralrat. In der Akademie sollen wichtige öffentliche Diskurse aufgegriffen und um die jüdische Perspektive bereichert werden. „Das intellektuelle jüdische Leben erhält mit der Akademie einen neuen Mittelpunkt“, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. dpa

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