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Baukonjunktur in Hessen schwächelt: „Es gibt viele Gründe“

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Wohnungsbau
Eine Baugerüst an einem Wohnhaus. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die hessische Baukonjunktur hat sich im April 2022 abgeschwächt. Wie das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, sanken die Umsätze im hessischen Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent. Die Auftragseingänge verringerten sich demnach gegenüber April 2021 um 1,3 Prozent, die Zahl der Beschäftigten nahm um 2,0 Prozent ab.

Wiesbaden - „Für die negative Entwicklung gibt es viele Gründe, die gerade zusammenwirken und ungute Rahmenbedingungen schaffen“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen, Burkhard Siebert. Dazu zählten explodierende Baumaterialen-Preise und Transportkosten, Inflation und steigende Zinsen, Kapazitätsengpässe sowie Fachkräftemangel.

„Dadurch stehen steigende Baukosten einer schwindenden Finanzkraft bei privaten wie öffentlichen Auftraggebern gegenüber“, erläuterte Siebert. „Das und die starke Verunsicherung der Investoren im Zuge des Ukraine-Krieges hat dazu geführt, dass Investoren ihre Projekte zurückstellen.“

Die Finanzierung des privater Wohnungsbaus werde immer schwieriger, deshalb gebe es in dem Sektor einen Auftragsrückgang um minus 6,5 Prozent in Hessen, teilte Siebert mit. „Beim Straßenbau ist absehbar, dass die Auftraggeber und hier insbesondere die Kommunen schon auf die Investitionsbremse getreten sind.“ Starke Preissteigerungen bei Bitumen und Asphalt hätten die Projekte verteuert, was die Haushaltspläne der Kommunen sprenge. dpa

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