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Berater fordern Einschränkungen für Glücksspielwerbung

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Glücksspiel
Virtuelles Glücksspiel. © Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) fordert deutliche Einschränkungen für Glücksspielwerbung - insbesondere bei Online-Glückspielen. Mit Rabatten und hohen Willkommensboni schafften Anbieter zusätzliche Anreize. „Durch diese Formen der Werbepraxis werden nicht nur Erwachsene, sondern bereits Jugendliche auf Glücksspiele und Online-Glücksspiele aufmerksam gemacht“, teilte die HLS zum hessenweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht am Mittwoch (28.

Frankfurt - 9.) mit.

„Die Gefahren und Risiken des Online-Glücksspiels sind gerade für Kinder und Jugendliche erheblich und besonders folgenschwer“, warnten die Experten und plädierten dafür, Werbung für Glücksspiele im Fernsehen und in sozialen Medien erst ab 23.00 Uhr zuzulassen. Zu den besonders suchtgefährdenden Glücksspielen zählten virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele. Die digitalen Angebote hätten keine Sperrzeiten, die soziale Kontrolle fehle.

Die HLS-Landeskoordinatorin für Glücksspielsucht, Daniela Senger-Hoffmann, warnte: „Noch nie war die Teilnahme am Glücksspiel so leicht. Durch die unbegrenzte Verfügbarkeit ist zu befürchten, dass zukünftig mehr Menschen diese Online-Angebote wahrnehmen.“

Menschen mit einem problematischen oder krankhaften Glücksspielverhalten können sich bei 15 spezialisierten Fachberatungen in Hessen Hilfe suchen. In der HLS sind nach eigenen Angaben 200 Einrichtungen im professionellen Bereich sowie 550 Selbsthilfegruppen organisiert. dpa

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