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Besondere Gesichter-Merkfähigkeit: Polizeimitarbeiter

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Blaulicht
Ein Blaulicht ist auf dem Dach eines Einsatzfahrzeuges der Polizei zu sehen. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Hessens Polizei will künftig landesweit auf die Hilfe von Bediensteten zurückgreifen, die besondere Fähigkeiten beim Wiedererkennen von Gesichtern haben. „Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Super-Recognisern stellen sowohl für die tägliche Polizeiarbeit als auch in besonderen Einsatzlagen einen deutlichen Mehrwert für die Polizei dar“, teilte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Freitag in Wiesbaden mit.

Wiesbaden - Super-Recogniser sind Menschen, die überdurchschnittlich gute Fähigkeiten besitzen, Gesichter selbst dann wiederzuerkennen, wenn sich die Person äußerlich stark verändert hat, sei es durch Alterung oder vollkommene Typveränderung.

Bei einem erfolgreichen Modellversuch im Polizeipräsidium Frankfurt seien unter wissenschaftlicher Anleitung Mitarbeiter mit dieser Fähigkeit gesucht und gefunden worden, teilte das Ministerium mit. Von rund 1000 Teilnehmenden seien 45 Männer und Frauen identifiziert worden, die eine besondere Gesichter-Merkfähigkeit aufweisen. Von diesen sind aktuell zwei hauptamtlich als Super-Recogniser im Einsatz.

Die Fähigkeiten könnten bei täglichen Ermittlungen, in der Fahndung oder auch bei Veranstaltungen und Versammlungen wichtig sein. „Insbesondere bei Bildmaterial von schlechter Qualität liefern sie einen wertvollen, komplementären Baustein und stellen damit eine wichtige Unterstützung zur schnellen Aufklärung von Straftaten dar“, erläuterte das Ministerium.

Positive Erfahrungen mit Super-Recognisern habe es unter anderem beim Polizeieinsatz im Dannenröder Forst gegeben, aber beispielsweise auch bei der Fahndung nach einem Tatverdächtigen im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt im Frankfurter Hauptbahnhof. dpa

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