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Biologe: Auch Wildbienen sollten stärker geschützt werden

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Biene auf Katzenminze
Eine Biene sucht auf der Blüte von einer Katzenminze nach Pollen. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Neben Honigbienen sollten nach Forderungen von Experten auch Wildbienen stärker geschützt werden. Einige würden durch die Folgen des Klimawandels zusätzlich bedroht, sagte der Naturschutzexperte Christian Geske im Gespräch mit der dpa in Wiesbaden. Viele wilden Verwandten der Honigbiene leisteten einen wichtigen Beitrag bei der Bestäubung von Pflanzen und seien auch bei schlechtem Wetter unterwegs.

Wiesbaden - Geske leitet die Abteilung Naturschutz beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG).

Bei einem landesweiten Monitoring seien in diesem Jahr 231 Wildbienenarten nachgewiesen worden. Das sind nach den Worten von Geske mehr als die Hälfte aller in Hessen lebenden Wildbienenarten. Aus den Wespenfamilien hätten die Biologen etwa ein Drittel aller Arten entdeckt. Dabei habe es vor allem in der Rheinebene viele Funde von bisher besonders seltenen und wärmeliebenden Arten gegeben, sagte Geske. „Diese Arten profitieren von dem Folgen des Klimawandels und breiten sich aus.“

Kälteliebende Arten wanderten dagegen in die Höhe. In der Rhön sei die Bergwaldhummel (Bombus wurflenii) gefunden werden, die in Hessen auf der Roten Liste steht und sich aufgrund der Erhöhung der Jahresdurchschnittstemperaturen aus tieferen Lagen zurückziehe, erklärte Geske. Der Biologe erläuterte, dass jeder Gartenbesitzer etwas für die Wildbienen tun könne - etwa mit bienenfreundlichen Pflanzen und Insektenhotels. dpa

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