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Bischof Bätzing: Gegen Manipulation im Ukraine-Krieg

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Bischof Michael Gerber
Der Fuldaer Bischof Michael Gerber spricht während einer Pressekonferenz. © Arne Dedert/dpa/Archiv

Hessische Bischöfe spannen zum Karfreitag einen Bogen von der Kreuzigung zum Kriegsleid in Osteuropa. Der Limburger Bischof Bätzing wendet sich gegen ungerechte Strukturen. In Fulda ruft Bischof Gerber zur Solidarität mit Kriegsopfern auf.

Limburg/Fulda - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat sich zum Karfreitag gegen die Manipulation von Informationen im Ukraine-Krieg gewandt. In seiner Predigt im Limburger Dom kritisierte der Bischof „die dreisten Versuche von Machthabern, sich der Wahrheit zu bemächtigen und sie so zu verdrehen, dass sie ihren Zielen passend erscheint“. Dabei würdigte er den Mut der russischen Journalistin Marina Owsjannikowa, die im Staatsfernsehen gegen den Krieg protestierte.

Dies habe ihn daran erinnert, wie Jesus vor Pilatus gestanden habe, sagte der katholische Geistliche. Nach biblischer Überlieferung wurde Jesus von dem römischen Statthalter Pontius Pilatus zum Tod durch Kreuzigung verurteilt.

Das Leiden Jesu am Kreuz werfe die Frage nach dem Sinn des Leidens überhaupt auf, sagte Bischof Bätzing. Es gebe viele Menschen, so Bätzing, die unverschuldet in Not geraten seien. „Sie alle rufen zu aktiver Sympathie auf, die alle Möglichkeiten nutzt, ungerechte Strukturen anzuprangern und politisch auf Veränderung zu drängen.“

Auch der Fuldaer Bischof Michael Gerber rief am Karfreitag zur Solidarität mit Kriegsopfern auf. Die Kreuzwege unserer Tage seien an den Straßen von Butscha oder Mariupol, sagte er in seiner Predigt in Fulda. „Wenn wir des Leidens und Sterbens Jesu gedenken, dann in Solidarität mit jenen, die von den Kriegsschauplätzen unsere Tage betroffen sind, in der Ukraine, im Jemen und an vielen anderen Orten der Erde.“

Aber der Tod habe nicht das letzte Wort, sagte der katholische Geistliche mit Blick auf den christlichen Glauben an die Auferstehung. Wo sich Menschen solidarisieren und Grenzen überwinden könnten, zeige sich auch auf den Kreuzwegen dieser Tage das Licht von Ostern. dpa

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