Bischof Gerber sieht gewachsene Unsicherheit in Pandemie

Der Fuldaer Bischof Michael Gerber sieht derzeit einen steigenden Druck und gewachsene Unsicherheit, wie es mit der Corona-Pandemie und manch einem politischen Konflikt weitergeht. Die Wirkung der Pandemie scheine allen in den Poren zu stecken, sagte der Bischof nach einer vorab verbreiteten Mitteilung am Freitag bei seiner Christmette im Fuldaer Dom.

Fulda - Zudem sei der unterschiedliche Zugriff auf Ressourcen Ursache gegenwärtiger Konflikte. „Wer hat in unserer Welt welchen Zugang zu welchen Ressourcen? Welche Interessen und Machtspiele sind damit verbunden?“, fragte Gerber. Maria habe das Kind in eine Futterkrippe legen müssen. Wie viel Energie verbringe man heute damit, dass regelmäßig Futter in der Krippe sei?

Die heutige Stimmungslage sei gar nicht so weit weg von jener der Hirten zur Zeit Jesu. Wie die Hirten sei man auch heute getrieben von der Sorge „auf den richtigen Feldern unterwegs zu sein, genügend Futter zu haben“.

In seiner Weihnachtspredigt erneuerte Gerber seinen Impfaufruf. Wer im kalten Nebel ohne angemessene Kleidung unterwegs sei, gefährde die eigene Gesundheit, wer ohne Scheinwerfer fahre, zudem auch andere, betonte er. Präventive Schutzmaßnahmen und insbesondere die Impfung könne man auch als einen Akt der Dankbarkeit gegenüber Gott verstehen. „Schließlich hat er uns den Verstand gegeben, mit dem wir Ursachen erforschen und Gefahren abwenden können“, betonte Gerber: „Das Vertrauen auf Gott ersetzt nicht einfach das Vertrauen in die Medizin.“ dpa

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