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Biss sich Katze an Hand fest? BGH hebt Urteil auf

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Die hessische Justiz muss sich erneut mit den Schadenersatzansprüchen eines Mannes befassen, an dessen Handballen sich nach seiner Darstellung eine Katze festgebissen hatte. Wegen einer starken Entzündung wurde er stationär in einer Unfallklinik in Ludwigshafen aufgenommen und sechsmal operiert. Er klagte bislang erfolglos gegen die Katzenhalterin und erzielte nun vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe einen kleinen Sieg:

Karlsruhe - Dieser hob das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main mit Sitz in Darmstadt auf und verwies die Sache nach Angaben vom Mittwoch zur neuen Verhandlung und Entscheidung zurück.

Der Kläger behauptet nach BGH-Angaben, er sei im Februar 2014 von der Katze in seinen linken Handballen gebissen worden, als er eine Schlafcouch zusammenschieben wollte und unter diese griff. „Die Katze habe noch an seiner Hand gehangen, als er die Hand hochgehoben habe“, heißt es in dem Urteil. Die Haftpflichtversicherung der Frau zahlte 1000 Euro. Um wie viel Geld es dem Mann geht, war zunächst unklar.

Das Landgericht Darmstadt hatte zuvor seine Klage abgewiesen. Es habe sich nicht davon überzeugen können, dass sich das Geschehen tatsächlich wie vom Kläger behauptet ereignet hatte. Das Oberlandesgericht wies die Berufung des Klägers gegen die Entscheidung zurück. Es stützte sich unter anderem auf eine Aussage einer Versicherungsmitarbeiterin, deren Angaben aber jenen der Frau selbst teilweise widersprachen. Der BGH entschied aber im April, dass die Versicherung den geschilderten Hergang bestreitet, sei wegen dieses Widerspruchs unwirksam. dpa

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