Die „Elbtal-Musikanten“ spielen auf der Raststätte Limburg Ost
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Die „Elbtal-Musikanten“ spielen auf der Raststätte Limburg Ost.

Bistum Limburg bringt Weihnachtsstimmung auf Raststätte

Weihnachtliche Blasmusik und etwas Handfestes für den Magen: Mitarbeiter des Bistums Limburg haben am Freitag auf einer Autobahnraststätte Lastwagenfahrer beschenkt. Mit der Aktion am Freitagnachmittag wollte die Diözese insbesondere Fahrern danken, die auch kurz vor Heiligabend noch unterwegs waren, um Waren zu transportieren. Die Helfer waren dafür auf der an der Autobahn 3 gelegenen Raststätte Limburg unterwegs und verteilten kleine Aufmerksamkeiten für Reisende und warme Getränke.

Limburg - Einige Fahrer legten gerade ihre Fahrpause ein, andere schlossen sich auf der Durchreise zum Tanken einem Gottesdienst auf der Raststätte an.

„Das Leben findet auf der Straße statt“, betonte Juliane Schlaud-Wolf, Bischöfliche Beauftragte für Kirchenentwicklung. „Wir lernen als Kirche am besten, wenn wir direkt zu den Menschen gehen.“ Die Freude sei groß gewesen, als „mit Händen und Füßen“ Weihnachtswünsche mit den Fahrern aus vielen Ländern ausgetauscht wurden, die Weihnachten nicht bei ihren Familien verbringen konnten. „Ein Fahrer erzählte, er habe seine Familie schon seit drei Monaten nicht mehr gesehen“, so Schlaud-Wolf. Ein anderer war auf die verteilte Weihnachtsgeschichte in zwölf Sprachen gar nicht angewiesen: Er hatte im Führerhaus eine Bibel dabei.

„Wir haben uns vorher bei Lastwagenfahrer erkundigt, was als kleines Geschenk gut ankommt“, sagte die Bistumsvertreterin. Deswegen gab es nicht nur die Weihnachtsgeschichte und eine Kerze, sondern auch Schokolade, eine Dose Wurst und ein Feuerzeug. „Sozusagen ein Survival-Pack für Lastwagenfahrer“, hieß es.

„Mit der Aktion wollen wir diejenigen, die Weihnachten unterwegs verbringen, eine kleine Freude machen und für eine kurze Besinnung im Alltag sorgen“, hatte das Bistum zuvor mitgeteilt. Die Idee für die Aktion sei im Austausch mit der katholischen Fernfahrerseelsorge aus Mainz entstanden und ein Versuch, als Kirche zu den Menschen zu gehen. dpa

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