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Ein Borkenkäfer krabbelt über die Unterseite einer Fichtenrinde.

Borkenkäfer haben sich durch Trockenheit rasant ausgebreitet

Extreme Wetterlagen haben den hessischen Wäldern stark zugesetzt. „2018 ist für den Wald eine echte Herausforderung”, erklärte der Landesbetrieb Hessen Forst am Dienstag in Kassel.

Extreme Wetterlagen haben den hessischen Wäldern stark zugesetzt. „2018 ist für den Wald eine echte Herausforderung”, erklärte der Landesbetrieb Hessen Forst am Dienstag in Kassel. Erst habe Orkantief Friederike, dann Trockenheit und Hitze den Bäumen geschadet. Zu den 1,77 Millionen Kubikmetern Holz durch Windschäden kämen jetzt noch mehrere hunderttausend Kubikmeter Fichtenholz von Bäumen, die von Borkenkäfern befallen seien. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr betrug allein die Holzernte 1,7 Millionen Kubikmeter.

Laut Hessen Forst hatten sich die Käfer aufgrund der diesjährig hohen Temperaturen und der Trockenheit rasant ausgebreitet. Sie führten vielerorts zum Absterben der Fichten. Das bereite den Forstleuten Sorge. Denn in den über Jahrzehnten gepflegten Mischwäldern schwinden die Nadelbäume. Bei der Verjüngung der Bestände werden man Wert darauf legen, wieder vielfältig strukturierte Waldflächen zu schaffen, sagte Michael Gerst, Leiter von Hessen Forst.

Der Landesbetrieb stellte am Dienstag seinen Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2017 vor. Demnach wurde im vergangenen ein Umsatz von 107 Millionen Euro mit der Rohholzproduktion erzielt. 1,3 Millionen Bäume wurden gepflanzt.

(dpa)

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