Volker Bouffier (CDU) hält eine Rede
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Volker Bouffier (CDU) hält eine Rede.

Bouffier: Finanzplatz hat „ausgezeichnete Expertise“

Frankfurt/Main - Das Land Hessen will sich dafür einsetzen, dass eine künftige EU-Behörde gegen Geldwäsche nach Frankfurt kommt. „Wir haben am Finanzplatz eine ausgezeichnete Expertise und glauben deshalb, gute Chancen zu haben“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag einer Mitteilung zufolge nach einem Treffen mit Vertretern des Frankfurter Finanzplatzes, bei dem es unter anderem um Zukunftsstrategien ging.

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) sagte, „dass das Rennen um den führenden Finanzplatz Europas im Post-Brexit-Zeitalter“ gerade erst begonnen habe. „In diesem stark umkämpften Rennen wäre die Ansiedlung der geplanten EU-Geldwäschebehörde in Frankfurt daher ein starkes Zeichen und würde Frankfurt in der Rolle als Standort für europäische Aufsichtsbehörden stärken.“

Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) verwies der Mitteilung zufolge auf die große Konkurrenz durch andere europäische Metropolen. Zudem sei weder klar, „ob der Bereich Geldwäschebekämpfung überhaupt eine eigenständige EU-Agentur erhält, noch ist entschieden, ob die neue Agentur dann nach Deutschland käme“. Hessens größte Stadt Frankfurt wäre allerdings ein „hervorragender“ Standort dafür, erklärte sie mit Blick etwa auf den Flughafen oder den hiesigen Internetknotenpunkt. dpa

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