Bouffier wirbt für Grundwerte - „Künzeller Erklärung” angekündigt

Die CDU soll die Tagespolitik stärker in ihre Grundwerte einbinden. Das forderte der Landesvorsitzende der hessischen CDU, Ministerpräsident Volker Bouffier, zu Beginn einer zweitägigen Klausur seiner Partei in Künzell (Kreis Fulda).

Die CDU soll die Tagespolitik stärker in ihre Grundwerte einbinden. Das forderte der Landesvorsitzende der hessischen CDU, Ministerpräsident Volker Bouffier, zu Beginn einer zweitägigen Klausur seiner Partei in Künzell (Kreis Fulda). „Jede Partei tut gut daran, sich immer wieder klar zu machen, an welchen Werten sie sich orientiert. Nur so kann es gelingen, dass sich die Vielzahl von täglichen Entscheidungen in ein gemeinsames Wertegerüst einfügt”, sagte Bouffier. Die hessische CDU steckt bei der Klausur den Kurs bis zur Kommunalwahl 2016 ab.

Auf die Terroranschläge von Paris und die Debatte über den Islam in Europa will die CDU nach Angaben von Generalsekretär Manfred Pentz mit einer „Künzeller Erklärung” reagieren. Das Thema steht allerdings erst am Samstag auf der Tagesordnung. Im Entwurf heißt es, die Union halte am christlichen Menschenbild und den Werten von Freiheit, Toleranz und Humanität fest. Der Islam in Deutschland werde respektiert, er müsse sich ebenfalls an diese Werte halten. Nötig sei eine moderne Koran-Auslegung. An die Adresse der Protestbewegung Pegida heißt es, niemand dürfe Hass und Gewalt säen. Wer demonstriere, sei zugleich aufgerufen, selbst positiv in der Gesellschaft etwas zu verändern.

(dpa)

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