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Bischof Heinz Josef Algermissen.

Bouffier würdigt Fuldaer Bischof Algermissen zum Abschied

Zur Verabschiedung des Fuldaer Bischofs Heinz Josef Algermissen hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) dessen Verdienste gewürdigt.

Zur Verabschiedung des Fuldaer Bischofs Heinz Josef Algermissen hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) dessen Verdienste gewürdigt. „Geradlinig und mit Haltung haben Sie das Amt des Bischofs ausgeübt. Mit dem Ausscheiden aus Ihrem Amt gehen 17 Jahre zu Ende, in denen Sie das Bistum Fulda durch Ihr Engagement und Ihre Persönlichkeit geprägt haben”, sagte Bouffier am Sonntag laut Mitteilung. Im Dom stand ein feierlicher Gottesdienst zu Ehren des 75-Jährigen Oberhirten auf dem Programm, der in den Ruhestand ging. Zum Pontifikalamt am Sonntag wurden Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft sowie Hunderte von Gläubigen erwartet.

Bouffier sagte, Algermissen habe als Bischof einen ganz eigenen Stil entwickelt: unaufgeregt, sachlich und differenziert - und zuweilen auch mal pointiert. „Sie haben Stellung bezogen. Sie haben sich in die Debatten eingemischt. Vor allem in Fragen der Bioethik und bei Fragen, die die Würde des beginnenden und endenden Lebens betreffen, haben Sie sich vernehmbar zu Wort gemeldet.” Aber auch bei familienpolitischen Debatten und bei Fragen von Krieg und Frieden habe er seine Stimme erhoben. Algermissen vertrat die Anliegen der internationalen Friedensbewegung der Katholischen Kirche, pax christi, als langjähriger Präsident der deutschen Sektion.

Algermissen hatte anlässlich seines 75. Geburtstages im Februar sein Rücktrittsgesuch bei Papst Franziskus eingereicht. Dies geschah altersbedingt gemäß der kirchenrechtlichen Bestimmungen. Der Pontifex hatte den Amtsverzicht des Fuldaer Oberhirten am 5. Juni angenommen. Derzeit leitet Weihbischof Karlheinz Diez als Diözesanadministrator das Bistum mit seinen rund 393 000 Mitgliedern.

(dpa)

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