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Branchenverband: Hunderte Busfahrer fehlen in Hessen

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Viele Busbetriebe haben Schwierigkeiten, ihre Fahrzeuge zu besetzen – und das liegt keineswegs nur an Corona.
Ein Bus fährt um eine Kurve in Wiesbaden. © Sebastian Gollnow/dpa (Symbolbild)

In Hessen fehlen nach Angaben des Landesverbands Hessischer Busunternehmen derzeit rund 800 Fahrer. „Fast 80 Prozent der Betriebe haben nicht mehr genügend Fahrerinnen und Fahrer, um über die Strecken im Linien- und Schulbusverkehr hinaus auch die Kundennachfrage bedienen und Wachstumsimpulse nutzen zu können“, teilte der Verband anlässlich seiner Mitgliederversammlung am Freitag in Hanau mit.

Hanau/Gießen - Obwohl der Bustourismus wieder anziehe, fehle es vielen Betrieben an Fahrpersonal für zusätzliche Angebote.

Ein Problem bei der Gewinnung junger Beschäftigter sei die hohe Zahl von Pflichtstunden, was die Ausbildung lang und teuer mache. Der Führerschein für Berufskraftfahrer koste so rund 10.000 Euro. Die finanzielle Hürde für den Berufseinstieg müsse sinken, forderte der Verband. Außerdem müssten Führerscheine und Qualifikationen von Nicht-EU-Bürgern schneller anerkannt werden, etwa von Busfahrerinnen und Busfahrern aus der Ukraine.

Im Landesverband Hessischer Omnibusunternehmen mit Sitz in Gießen sind nach dessen Angaben rund 150 private Omnibusbetriebe zusammengeschlossen, zu denen rund 3000 Busse und 5000 Beschäftigte gehören. dpa

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