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Brand mit zwei Toten: Kein Fremdverschulden festgestellt

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Brand einer Lagerhalle
Eine Lagerhalle einer Spedition steht in Flammen. © Stefan Weber/ Fuldamedia /dpa/Archiv

Rund zehn Monate nach einem Feuer mit zwei Toten auf einem Firmengelände mit Mitarbeiterwohnungen im osthessischen Künzell hat die Staatsanwaltschaft Fulda ihre Ermittlungen eingestellt. „Ein Fremdverschulden konnte nicht festgestellt werden“, teilte die Behörde am Mittwoch mit und verwies auf ein Brandgutachten des Landeskriminalamtes. Demnach sei das Feuer in einer Teeküche des betroffenen Gebäudes ausgebrochen.

Künzell/Fulda - Grund sei mit großer Wahrscheinlichkeit der Betrieb einer Herdplatte oder die unsachgemäße Entsorgung einer gerauchten Zigarette durch einen der beiden Männer gewesen, die durch den Brand zu Tode kamen. Sie hätten sich zu diesem Zeitpunkt allein in dem Gebäudetrakt aufgehalten. Offensichtlich habe also einer der Verstorbenen gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen.

Nach dem Feuer am Pfingstsonntag vergangenen Jahres war zunächst einer der Männer tot geborgen worden. Der zweite Mann war zunächst vermisst, später dann aber auch tot aufgefunden worden. Die beiden 30 und 27 Jahre alten Männer waren in Wohnunterkünften der Speditionsfirma untergebracht. Der Brand hatte das gesamte Gebäude mit einer angrenzenden Lagerhalle erfasst. Feuerwehrkräfte hatten verhindern können, dass die Flammen auf weitere Firmengebäude übergriffen.

Anhaltspunkte für eine Verletzung feuerschützender Vorschriften seitens der Verantwortlichen der Spedition seien nicht feststellbar gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft. „Insbesondere waren die Unterkünfte nach den Ermittlungen mit funktionierenden Rauchmeldern ausgestattet.“ dpa

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