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Bücher liegen am Stand eines Buchverlages.

Buchmesse will rechte Verlage besser kontrollieren

Die Frankfurter Buchmesse will rechte Verlage bei der weltgrößten Bücherschau im Oktober mit einem neuen Sicherheitskonzept besser kontrollieren.

Die Frankfurter Buchmesse will rechte Verlage bei der weltgrößten Bücherschau im Oktober mit einem neuen Sicherheitskonzept besser kontrollieren. Diese sollen dazu in einer Ecke einer Halle untergebracht werden, sagte Buchmesse-Sprecherin Katja Böhne am Mittwoch in Frankfurt.

Bisher hätten sich allerdings nur zwei Verlage aus dem rechten Spektrum - Manuscriptum und Junge Freiheit - angemeldet. Nicht dabei sein wird in diesem Jahr Antaios. An dessen Verlagsstand hatte es im vergangenen Jahr bei einem Auftritt des AfD-Politikers Björn Höcke am Messe-Samstag tumultartige Szenen mit Handgreiflichkeiten gegeben.

Die Buchmesse sei im vergangenen Jahr durch Provokationen der Neuen Rechten „instrumentalisiert” worden. „Wir waren nicht gut vorbereitet”, räumte Böhne ein. Generell werde die Buchmesse aber Inhalte von Verlagen nicht bewerten. Die 7000 Verlage aus mehr als 100 Ländern repräsentierten ein breites Spektrum an politischen Meinungen.

Die Amadeu-Antonio-Stiftung forderte Buchmesse und Verlage auf, sich eindeutig gegen „neurechte Vereinnahmungsversuche” zu stellen. Die rechten Verlage hätten die Konflikte im vergangenen Jahr bewusst hochgekocht, um sich als Opfer zu inszenieren. Die Stiftung hatte im vergangenen Jahr gegen die rechten Verlage auf der Messe protestiert. Sie ist auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand vertreten. Buchmesse und Stiftung wollen auf der Messe kooperieren, um Vorfälle wie im vergangenen Jahr zu verhindern.

(dpa)

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